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In der Technik der Ich-Form sind gehalten, teilweise oder
ganz, die Novellen: „M. u. i. U.“; „A. d. St.“; „A. d. U.“;
„E. Hf.“; „Dr. i. H.\
Ein eingeführter Erzähler tritt auf in: „Sp. R.“; „1.
Sch.“; „Abs.“; „U. d. T.“; „V. J. d. M.“; „E. M.“.
c) Die indirekte Darstellungsmethode durch
die „Wirkung“.
„Malet uns, Dichter, das Wohlgefallen, die Zuneigung,
die Liebe, das Entzücken, welches die Schönheit verursachet
und ihr habt die Schönheit selbst gemalet“ (Laok. XXI).
Zu diesem Rate Lessings meint Th. A. Meyer mit Recht,
er wäre vortrefflich, „wenn er nicht in der unberechtigten
Abneigung gegen die direkte Schilderung zu weit ginge“.
„Mit der Wirkung allein kommt es noch zu keinem Bilde
individueller Schönheit; der Dichter muß für diesen
Zweck die Mittel objektiver oder subjektiver Gehalts
schilderung in Dienst nehmen“ (Stilges. S. 170). Diese sind
in erster Linie geschaffen zur Vermittelung des Gehalts;
die indirekte Darstellungsmethode durch die Wirkung tritt
nur ergänzend hinzu; das Objekt erhält dadurch eine doppel
seitige Bestrahlung. Bei Storm tritt diese indirekte Art der
Darstellung daher niemals allein auf, sie krönt nur in einigen
nicht zahlreichen Fällen die direkte Darstellung.
Vgl.: 18, 39, 41, 45, 54, 126, 267, 337, 452, 477.
d) Die malerische Auffassung der Gestalten.
Es ist eine charakteristische Eigentümlichkeit der
Stormschen Phantasie, daß sie die Gestalten gern in einer
gewissen Beleuchtung sieht. Natürlich fällt die Wiedergabe
solcher malerischen Effekte ganz anders aus, ob sie mit den
Mitteln der Poesie oder mit denen der Malerei zustande ge
bracht ist. Aber daraus, daß gegenüber solchen Objekten
die Art der Malerei, die das Sinnliche in concreto gibt

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