4
— 33 —
Ausser für Thalassicolla nucleata* und Th. gelatinosa
hat Brandt für eine von ersterer Spezies nur wenig ab
weichende Art, Th. brandti n. sp., bereits einige Ent
wicklungsstufen geschildert. Das mir aus Syrakus vor
liegende Material ermöglichte es mir, einige Ergänzungen
hinzuzufügen. Th. brandti n. sp. unterscheidet sich nach
Brandt wesentlich von Th. nucleata in der Art, wie das
Chromatin den Kern verlässt. Dieser ist von einem breiten
Mantel von Protoplasma und ausgetretenem Kernsaft um
geben. Teilweise ist die zusammengeballte Lage der Grund
substanz und die des Chromatins an ihrer Peripherie noch
erhalten. Brandts Angaben finden in dem neuen Material
ihre Bestätigung: Andere Chromosomen sind nahe an die
Kernmembran gerückt und haben sich über diese ein wenig
, hervorgewölbt, wobei sich die Membran an dieser Stelle
auflöst und das Chromatinstück aus dem Kern heraustreten
lässt. (Dass der Kernsaft nicht aus dieser entstandenen
Lücke hervorquillt, liegt wohl an seiner Zähflüssigkeit). Im
♦ Plasma, das den Kern umgibt, teilen sich die Chromatin
stücke sogleich zu Gruppen kleinerer Brocken, die nach
der Peripherie der Zentralkapsel gelangen, wo sie infolge
weiterer, mitotischer Teilung endlich die Grösse der Mikro
sporenkernchen erreichen. — Es scheint ein verhältnismässig
grosser Rest vom Kern übrig zu bleiben, der auch nach dem
vollständigen Zerfall des Chromatins in Kernchen noch reich
*) Zu den Entwickelungsstadien von Th. nucleata, wie sie
Brandt dargelegt hat, möchte ich noch folgende Beobachtung hinzu
fügen, die ein mir vorliegendes Individuum aus Syrakus bot. Neben
undeutlichen Resten der Grundsubstanz finden sich Bläschen, die un
gefähr die Grösse von Chromosomen besitzen. Im Innern enthalten
sie viele sehr kleine Chromatinstückchen, wie man sie ausserhalb des
Kernes nicht sieht. Vielleicht ist das Chromatin in so kleine Stücke
zerfallen, um die Poren der Kernmembran passieren zu können, wofür
auch spricht, dass diese anscheinend unverletzt geblieben ist. Nach
dem Durchtritt durch die Poren scheinen sich dann die kleinen Stück
chen zu Kernchen zu vereinigen; jedenfalls waren nur solche, und
zwar dicht an der Kernmembran, zu bemerken.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.