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4 Thalassicolliden auch bei Thalassophysiden-Arten, die im
Bau ihres Zentralkapselinhalts, vor allem des Kerns, stark
von Thalassicolliden abvveichen. Er führt (1902 p. 80 und
81) einige recht einleuchtende Beispiele dafür an.
Wenn nun auch die neuen Spezies in der vorliegenden
Arbeit im grossen ganzen Haeckels Gattungen eingeordnet
werden, so habe ich doch möglichst den Bau des Zentral
kapselinhalts berücksichtigt und bin so zu einigen Aenderun-
gen und Ergänzungen der Gattungsdiagnosen gelangt.
Unter Actiss a fasse ich diejenigen Spezies zusammen,
deren extrakapsuläre Hülle nur aus kompakter Gallertschicht
besteht, die selten einige wenige Vakuolen enthalten kann.
Meist fehlen die Nadeln. Das Pigment liegt hier wie bei
allen hier besprochenen Arten ausserhalb der Zentralkapsel-
, membran, an ihr liegen meist sehr viele gelbe Zellen.
Zur Gattung Actissa würden die Spezies nigra, septen-
trionalis, rubra, prototypus, elegans, primordialis, indica ge
hören. Ferner stelle jch dazu noch die Spezies similis,
« die auch im konservierten Zustande so grosse Uebereinstiin-
mung mit Actissa elegans zeigt, dass eine Trennung in 2 ver
schiedene Gattungen nicht gerechtfertigt erscheint.
Weiter ähnelt der nadellosen Actissa primordialis die
nadelführende siciliensis besonders in bezug auf den Kern
mit seinen in grossen Vakuolen liegenden, dünnen Chroma
tinfäden sehr. Wegen dieser Uebereinstimmung in einem
der wichtigsten Bestandteile des Radiolarienleibes stelle ich
auch diese nadelführende Spezies trotz ihres losen Skeletts
zur oben genannten Gattung.
Thalassicolla umfasst diejenigen Spezies, deren ex
trakapsuläre Galierthülle von Vakuolen durchsetzt ist. Es
lassen sich dabei 2 Anordnungsweisen unterscheiden: einmal
sind die Vakuolen regellos durch die Gallerte verteilt; oft sind
dabei nur wenige grosse Vakuolen vorhanden, — oder
g zweitens die Vakuolen finden sich in grosser Zahl und dann
meist in regelmässiger, konzentrischer Anordnung. Als Un
terscheidungsmerkmal im konservierten Zustand lässt sich

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