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mit Kern und Plasma alle für die Entwicklung und Existenz 
eines ganzen Radiolars notwendigen Bestandteile. 
Auch über das Sinken und Aufsteigen der Radiolarien 
im Wasser finden sich in dieser Arbeit schon Verworns An 
sichten enthalten, die er 1893 weiter entwickelte. Wie Brandt 
vorher (1885) angegeben hatte, sind es zum Teil die extra 
kapsulären Vakuolen, die eine vertikale Bewegung der Ra 
diolarien im Wasser verursachen. Verworn ist der Ansicht, 
dass diese Wirkung durch Platzen und Wiederentstehen der 
Vakuolen erzielt wird. Ausgangspunkt für ihre Bildung sind 
kaum wahrnehmbare Wasserteilchen, die sich in den Pseudo 
podien finden. Ein Wachsen der Vakuolen wird durch die 
Aufnahme von Meerwasser ins Innere veranlasst. Er nimmt 
an, dass bei diesem Vorgänge nur Wasser ohne Salze auf 
genommen wird, und dass infolgedessen das spezifische Ge 
wicht der Vakuolenflüssigkeit geringer wird als das um 
gebende Meerwasser. — 
Gegen diese Erklärung für die Verringerung des spe 
zifischen Gewichts wendet sich Brandt 1895. Nach ihm 
sind Gallerte und Vakuolen reine Abscheidungsprodukte des 
Plasmas, und zwar ist die erstere bisweilen, letztere immer 
leichter als Wasser. Besonders bilden sich die Vakuolen 
niemals aus Wassertröpfchen. Da auch die Sinkgeschwindig 
keit nicht allein von der Dicke der Gallertschicht mit den 
Vakuolen abhängt, so muss eine Veränderung des spezi 
fischen Gewichtes in der verschiedenen Beschaffenheit der 
Gallerte oder ihrer Einschlüsse begründet sein. Als Ur 
sache dafür gibt Brandt die Abscheidung eines Stoffes in 
die extrakapsulären Vakuolen an, der spezifisch leichter als 
Meerwasser ist und höchst wahrscheinlich aus Kohlensäure 
besteht. — Verworns Erklärungsversuch war unrichtig, „weil 
die Vakuolen nur wachsen können, wenn die in ihnen be 
findliche Lösung konzentrierter ist als das umgebende 
Meerwasser“. Ist die Vakuolenflüssigkeit „weniger konzen 
triert (wie Verworn annimmt), so kann sie nur durch Wasser 
abgabe a b n e h m e n, bis ihre Konzentration der der Um-
	        

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