der aus dem Innern herausgetretenen Sarkode.“ — Ferner
zeigt jener Versuch, dass nicht nur beim Absterben des Tieres
die extrakapsuläre Sarkode eine gallertartige Beschaffen
heit annimmt, wie Müller 1856 es behauptet hatte, sondern
sie auch im Leben besitzt. —
1876 erschien dann Hertwigs Histologie der
Radiolarien, eine Arbeit, die sich besonders mit
dem feineren Bau und der Fortpflanzung von kolo
niebildenden Radiolarien und der Colliden Thalassi-
colla nucleata und Thalassolampe margarodes beschäf
tigt. — Ein wichtiger Fortschritt gegenüber früheren
Forschungen wurde dadurch getan, dass Hertwig nach seinen
Untersuchungen an lebendem Material in Spiritus konser
vierte Individuen in Schnitte zerlegte. Er bekam dadurch
einen vollkommenen Einblick in das Innere der Zentral
kapsel, somit auch in das Verhalten des Binnenbläschens.
Er fasst die Ergebnisse seiner Untersuchungen folgender-
massen zusammen:
„Zuinnerst liegt das Binnenbläschen mit seinen sehr
verschiedenartig gestalteten Binnenkörpern; dasselbe wird
von einer Protoplasmaschicht umgeben. Dann folgen mehrere
Lagen von Alveolen, welche im frischen Zustand Eiweiss
kugeln, aber keine Konkretionen enthalten, auf diese mehrere
Lagen von Alveolen mit Konkrementen. Die eigentümlich
differenzierte, aus radiären Stücken bestehende Rindenzone
bildet endlich die Oberfläche des Kapselinhalts.“ Das Bin
nenbläschen wird von Hertwig als Zellkern erkannt, da,
es „den Formwert eines hochdifferenzierten Zellkerns“ be
sitzt.
Aus den in ihm eingeschlossenen Nucleoli erfolgt nach
seiner Ansicht die Bildung der Sporenkerne, so dass „das
Binnenbläschen ein Mutterkern, oder richtiger gesagt, eine
Art Brutraum“ für die junge Generation ist; doch hat er
über die Art, wie dies geschieht, nichts Näheres ermitteln
können. Er macht sich von dem Verlaufe der Sporenbildung
aus den beobachteten Zuständen folgendes Bild:

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