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Huxley gebührt, wie Haeckel sagt, „das Verdienst, eine »
genaue und richtige Beschreibung des Typus der schalen
losen, solitären Radiolarien in der Thalassicolla nucleata
gegeben zu haben“, wenn er auch über die Verwandtschaft
seiner Th. nucleata mit anderen Protozoen und somit über
ihre Stellung im System noch im unklaren geblieben ist.
1855 bestätigte Johannes Müller die Angaben
Huxleys; doch bezweifelt er die tierische Natur der Th.
nucleata Huxl.
Im folgenden Jahre (1856) konnte er diese Art auf Grund
neuer Studien zu den Rhizopoden stellen. Er tritt in der
selben Arbeit Huxleys Angabe über die die innere Masse
umgebende Gallerte entgegen, indem er behauptet, er habe
niemals eine Spur extrakapsulärer Gallerte am lebenden
Tiere beobachtet; vielmehr sei diese nur bei toten Tieren
vorhanden. Ferner sind nach seiner Ansicht die von Huxley
beschriebenen Blasen, welche den Kern umschliessen, selb
ständige, mit einer Membran versehene Zellen, ebenso wie
die grosse zentrale Zelle im Innern des Radiolarienkörpers 1 .
Diese irrtümliche Auffassung vom Organismus der Ra
diolarien, den Huxley bereits richtig als einzellig erkannt
hatte, bedeutete einen gewissen Rückschritt. Nur in betreff
der Selbständigkeit der gelben Zellen traf Müller das Richtige;
aber wie die übrigen Einschlüsse des Weichkörpers fasste
er sie als integrierende Bestandteile des Radiolarienleibes
auf.
Nachdem 1858 von Schneider eine blaue Thalassicolla-
spezies von Messina als Th. coerulea beschrieben worden
war, wies Müller in demselben Jahre (1858) den Thalassi-
collen einen festen Platz im System an, indem er sie mit den
Polycystinen und Acanthometren zusammenstellte. Seinen
schon 1856 gemachten Vorschlag, den Namen Thalassicolla
auf solitäre Formen ohne Kieselgebilde (Th. nucleata und
verwandte Formen) zu beschränken, führt er aus. Ferner *
teilt er seine Beobachtungen über die Febensweise der Tha-
lassicollen mit, die er während seines Aufenthaltes in Nizza

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