Full text: Colley Cibber's Tragicomedy "Ximena or the Heroick Daughter" und ihr Verhältnis zu Corneilles "Cid"

' i t mihi 
89 
Corn. 
Cibb. 
V,12. Alonzo gibt einen ausführ 
lichen Bericht darüber, wie der nur 
besinnungslos gewesene Gormaz wie 
der zu sich gekommen und dem Leben 
zurückgegeben worden sei. 
V,13. Alvarez kehrt mit Carlos 
zurück. Die Liebenden sinken sich 
froh in die Arme. Auf des Königs 
Wunsch eilen sie zu Gormaz, um 
dessen Segen zu erflehen. 
Was sich aus diesen Zusammenstellungen ergibt, ist an an 
derer Stelle bereits erörtert worden; es mögen daher hier die 
Resultate nur noch einmal präcisiert werden: 
Außer in Akt I und V, 11-13 läßt sich durchweg ein Paral 
lelismus in der Scenenführung des Cibber’schen Stückes und 
seiner Vorlage feststellen. 
Inhaltlich unbenutzt bleiben von der Vorlage nur Akt I 1 2 
IV, 2. 4. V, 2. 3. 7. Es sind dies die Scenen, in denen sich die 
Nebenhandlung abspielt. Von Cibber sind diese Scenen ersetzt 
durch solche, in denen die von ihm erfundene Nebenhandlung 
deren Träger Belzara und Sancho sind, sich entwickelt oder zum 
Abschluß gebracht wird. 
Vollständig freie Erfindung Cibbers sind Akt I und v, 11-13 
Lieber den I. Akt ist bereits das Nötige gesagt worden. ’ Es er 
übrigt sich nun noch, den Zusammenhang der 3 letztgenannten 
Scenen mit der ganzen Handlung klar zu legen. 
Die Hinzufügung dieser Scene hängt mit der von Cibber be 
liebten Lösung des Konfliktes zusammen. Die Lösung, wie 
Corneille sie in seinem „Cid“ herbeiführt, ist für die Kritik oft ein 
Stein des Anstoßes geworden, so daß es kaum zu vermeiden ist 
auf diesen Punkt etwas näher einzugehen, um nachher auch 
Cibbers eigene Ausführungen richtig beurteilen zu können. 
Petit de Juleville behauptet geradezu, daß die Lösung des 
Konfliktes zwischen Ehre und Liebe, wie Corneille sie gibt, über 
haupt keine Lösung sei. Unter anderem sagt er: „Ce n’est 
nullement le triomphe du devoir sur l’amour que nous presente 
le Cid, mais tout au plus la conciliation tardive de l’un et de 
l’autre“.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.