Full text: Colley Cibber's Tragicomedy "Ximena or the Heroick Daughter" und ihr Verhältnis zu Corneilles "Cid"

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Im Versinnern treten sie nur 9mal auf: 
vv, 310, 705, 950, 961, 1230, 1514, 1536, 1707, 1926 
In der Silbenmessung sind keine wesentlichen Abweichungen 
zu verzeichnen. Cibber befleißigt sich größter Korrektheit und 
vermeidet Verstöße gegen die Hauptregeln. 
In der Wortbetonung sind Abweichungen vom heutigen 
Sprachgebrauch nur ganz vereinzelt festzustellen, und zwar dürften 
sich dieselben weniger aus einem Schwanken in der Aussprache 
als durch den Zwang des Metrums erklären. In den meisten 
Fällen wird dann schwebende Betonung anzunehmen sein. 
„tablet“ v. 1056 hat französische Betonung. 
„Madame“ zeigt meist die heutige Betonung; wo es schein 
bar nach französischer Weise betont wird, ist gleichfalls schwebende 
Betonung anzunehmen, (vv. 115. 197.) 
Hinsichtlich des Versausganges läßt sich feststellen daß 
von den 2144 Versen 1335 oder 62,3% stumpfen, hingegen nur 
809 oder 37,6 % klingenden Ausgang zeigen. 
Enjambement („Hakenstil“) ist nur in bescheidenem Maße 
zu beobachten. Es sind nämlich 1977 oder 92,2% end-stopt-lines 
so daß die Zahl der run-on-lines nur 167 oder 7,8% beträgt’ 
Eingestreute Prosa findet sich gar nicht. ’ S ' 
Vom Reim macht Cibber nur seltenen Gebrauch Stets 
durch Reime abgeschlossen werden die einzelnen Akte und zwar 
II -V durch einfache heroic Couplets, Akt I hingegen durch ein 
Doppelpaar derselben. 
Außerdem zeigen noch 8 Scenen [sc. 1,2. 4. 112 4 Ul 2 4 
IV,3 4. V.2] gereimten Abschluß, und zwar umfaßt der Reim 
einmal 6, zweimal 4 und fünfmal 2 Zeilen. 
Einmal innerhalb des Stückes (vv. 168 ff) und 4 mal im 
Prolog, bezw. Epilog, erstreckt sich der Reim über je 3 Zeilen 
Damit dieser kunstvolle Reim auch recht in die Augen fällt sind 
die betreffenden Verse nach damaliger Sitte im Druck durch eine 
Klammer verbunden. 
Es ist noch besonders hervorzuheben, daß Cibber sich die 
größte Mühe gegeben hat, möglichst regelmäßige Verse zu bauen 
Es erhellt dies am besten aus der Tatsache, daß unter den 2144 
Versen sich nur 8 finden, die nicht ganz regelmäßig sind. Bei 
6 derselben besteht aber die ganze Unregelmäßigkeit darin^ daß 
sie doppelte Hebung in der Caesur zeigen (lyrische Caesur)
	        
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