Full text: Ueber stereochemische Untersuchungen in der Piperidinreihe

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Wie die folgende Untersuchung ergab, liegt hierbei wohl 
ein Gemisch der « a- und ab-symm. Thioharnstoffhydro- 
chlorate vor. 
Die Trennung beider Harnstoffe resp. die Isolierung des 
a b-Thioharnstoffs war mit grossen Schwierigkeiten verbunden. 
Durch NaOH'war aus der wässerigen Lösung ein durch Äther 
nicht weiter zu behandelndes, schmieriges Produkt erhalten. 
Dagegen erhielt ich nach vorherigem Erhitzen des Körpers im 
Reagensrohr (offen) auf ca. 122° im Schwefelsäurebade, wobei ein 
Aufblähen des Salzes stattfand, durch Natronlauge ein Gemisch 
der symm. Thioharnstoffe; aus diesem konnte auf folgende Weise 
der ab-symm. Thioharnstoff vom Sp. 198—199° gewonnen 
werden, der mit dem auf die bereits beschriebene Methode 
bereitetes Produkt gemischt, eine Sp.-Depression von nur 
3—4° ergab und deshalb mit ihm als identisch bezeichnet 
werden kann. Aus dem Äther fällt nach kurzer Zeit von selbst 
ein weisser Körper aus, der sofort abfiltriert nach dem Umkrystalli- 
sieren aus Essigäther, den Sp. 198—199° besitzt. Das später 
ausfallende Produkt schmilzt bei ca. 130° (ungenau) ist ein 
nicht weiter zu trennendes Gemisch der a a- und ab-symmetr. 
Thioharnstoffe. 
Durch das Erhitzen scheint also eine teilweise Umlagerung 
des salzsauren a a-symm. Thioharnstoffes in den n b-Körper 
stattgefunden zu haben, weil anscheinend der in grösserer 
Menge vorhandene a b-Thioharnstoff zuerst ausfällt. 
Einwirkung von Chlorkohlensäureäthylester auf das 
« p-Trimethyl-Aminopiperidin. 
Chlorhydrat vom «■Trimethylpiperidylcarbaminsäureester. 
H 
H 
H H 
H H 
CH,- 
CH 3 
C=0 
OC2H5 
N-H (HCl)
	        
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