Full text: Ueber stereochemische Untersuchungen in der Piperidinreihe

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wohl intermediär der innere Harnstoff entsteht, dieser aber 
sehr begierig Wasser anzieht und in Trimethylpiperidvlcarb- 
aminsäure übergeht. Die Ausbeute ist leider zu einer Analyse 
zu gering. 
d) Beim Versuch der Chlorbestimmung im salzsauren 
Esothioharnstoff durch einfaches Fällen des Chlorsilbers mittels 
Silbernitrat wurde stets Schwefelsilber mit abgeschieden. Ich 
vermutete nun, dass eventuell statt des Schwefels Sauerstoff 
in den Komplex getreten sei. Zu dieser Untersuchung leitete 
ich zur Fällung des überschüssigen Silbers Schwefelwasser 
stoff in die Lösung und dampfte das Filtrat im Vakuum 
ein. Es hinterblieb aus 0,4 g Hydrochlorid ca. 0,1 g eines 
bei 182—183° schmelzenden, gelblichen Körpers, der in 
den gewöhnlichen Lösungsmitteln (Chloroform, Alkohol, Äther, 
Benzol, Petroläther) unlöslich, aber leicht löslich in Wasser war. 
Die Sti«kstoffbestimmung ergab einen, für das sal 
petersaure Salz des a p-Am inotrimethy lpiperid ins 
stimmenden Wert. 
0,0581 g Subst.: v = 11,3 ccm N 2 , p = 762 m 2 , t == 22 °, 
für C8H20N4O« ber.: gef. 
N = 21,54% 22,10% 
Somit zerstört das salpetersaure Silber den Esothioharn 
stoff unter Zurückbildung von a-para-Aminopiperidin. 
Zur Konstitutionsbestimmung des Esothioharnstoffes. 
Wie schon früher besprochen, diente hierbei folgende 
Überlegung als Richtschnur: Für die Stukturformel des inneren 
Thioharnstoffes können folgende zwei Formelbilder in Betracht 
kommen: 
I. H II. 
N-H
	        
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