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Es liegt hier also derselbe Fall der Isomerie in den Thio-
carbaminaten der /?-Reihe vor, wie er bei «-Thiocarbaminaten
angenommen wird.
Der bei 183—184° schmelzende Thiokörper ist demnach
die labile /?a-Form, während das bei 197° schmelzende Pro
dukt die stabile ß b-Form des /J-Thiocarbaminats darstellt.
H
H—
-n/
H-
-H C =
H
H
SH
CHs-
— CH*
Fl
CH,
H—N
H
« KI /
S H—
H
-H X C=S
H 1
ch 3 —
H
SH
— CH,
3
N—H
ß a-Thiocarbaminat
ß b-Thiocarbaminat
N labil
N stabil.
ß a- symmetrischer Thioharnstoff vom Sp. 163-
H S H
I II I
N(CH 3 ) 3 C 5 H 6 NH-C-NH - C#H«(CH3)aN
-164°.
2 g des bei 183—184° schmelzenden ß a-Thiocarbaminates
werden in die 12fache Menge kalten Wassers unter allmäh
licher Zugabe des sorgfältigst gepulverten Körpers gegeben. Es
findet bei stetigem Schütteln vollkommene Lösung statt. So
dann wird in der Kälte die alkoholische Lösung von 1 Mol.
Jod (1,3 g) zugegeben und auf dem Wasserbade zur Trockene
eingedampft. Nach dem Aufnehmen mit wenig heissem Wasser
wird vom Schwefel abfiltriert und in der Kälte mit Äther
durchgeschüttelt. Die mit demselben überschichtete Flüssigkeit
wird nun zunächst mit Sodalösung versetzt, bis keine Trübung
mehr stattfindet, sodann durchgeschüttelt und der Äther ab
gehoben. Beim Abdampfen desselben bleibt eine geringe
Menge von ß p-Aminopiperidin zurück, das bei der Reaktion
entsteht. Sodann wird bei ebenfalls überschichtetem Äther der

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