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Erkalten langsam Krystalle des salzsauren symm. a b-Thio-
harnstoffes, die im regulären System zu krystallisieren scheine^
aus. Dieselben sind leicht in heissem Wasser löslich, un
löslich in absolutem und gewöhnlichem Äther sowie in Benzol.
Analyse: 0,2413 g Subst.: 0,1747 g AgCl,
für C17H34N^S. 2HC1 ber.: gef.:
CI = 17,91% 18,0%
Der Versuch, die symm. Thioharnstoffe ineinander um
zulagern, wurde in folgender Weise ausgeführt: Je 0,5 g des
symm. Thioharnstoffes wurden im Einschmelzrohr auf 105° und,
da hierbei der Ausgangskörper zur ückerhalten wurde, in einem
zweiten Versuche auf 140—150° erhitzt. Aber auch hierbei
resultierte wieder der Ausgangskörper, ohne dass eine Um
lagerung stattgefunden hätte.
, II. ß-Reihe.
Einwirkung von Jod auf das /3-Thiocarbaminat.
Schellhorn hatte nur die Einwirkung von Jod auf das
mit Wasser gekochte Thiocarbaminat, also auf den bei 197°
schmelzenden Körper, studiert. Bisher wurde nämlich an
genommen, dass der zuerst ausfallende Körper, der bei 183° bis
184° schmilzt, identisch sei mit dem aus der gekochten, wässe
rigen Lösung krystallisierenden Produkt, dessen Sp. bei 197 0
liegt. Beide Körper verhalten sich gegen Quecksilberchlorid
gleich, das einen rotgelben Niederschlag erzeugt, der beim Er
hitzen weiss wird.
Ich studierte nun zunächst das Verhalten von Jod gegen
den bei 183—184“ schmelzenden Körper in der Kälte und
dann auch nach 5 Minuten langem Kochen, wobei sich das bei
197° schmelzende Produkt bildet.
Dabei ergaben sich, wie ich erwartete, zwei verschiedene
Resultate, sodass ich nun mit Recht annehmen zu dürfen glaube,
dass der bei 183—184° schmelzende Körper das stick
stoffisomere Produkt des bei 197 0 schmelzenden Thiocarb-
aminates ist.

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