Full text: Scriptores Rerum Svecicarum Medii Aevi (Tomus 3)

XXXVI. EX. HISTORIA JOHANNIS LINDAU. 
307 
zcwisschen dem vorgenantteu her konige von Dennemarcken und seinen reichen und unseren hern konige 
seinem reiche und landen, das sie doch lange abschlugen und nicht thun wolden, so das dieselben hern 
sendebotten ins ende begerten, das sie mit der creucziger homeister persönlich sprechen mochten; das in 
gegunt wart, und zcogen in unsers hern konigs geleitte ken Fisschausenk) von hir. Daselbst sie vor sich 
funden der creuczhern homeister, den bischoff von Samelant. den hern von Blanckenstein, heuptman von 
Konigsbergk, und doctorem Jacobum ouch ein creucziger, und was sie do mit in handelten, das gehe seinen 
wegk 1). Und quomen wridder von Fisschausenm), uud durch zcuthun der hern von Lubeck wart derselbe 
tagk hir zcu Danczke mit des vorbenanten hern koniges von Dennemarcken sendebotten uff den freitagk 
und sonabent nach Jacobin) also beschlossen, das es zcwischenn demselben hern konige und seinen iij rei 
chen und manschafft und zcwischen unserm hern konige von Polen, seinem reiche, landen und leutten ge- 
ruelich in guter gedult und fride von Bartholomei o) darnehest körnende bis über ein jar uff Bartholomei 
austehen solde, und binnen des uffe tage und stunden also uff Maytagk p) adir uff pfingsten q) zcu Lubke 
adir in ein ander gelegene stat zcusamine zcu körnende mit zcuthuenden ander hern und fursten, der von 
Lubeck und ander stette einen gutten bestendigen fride zwischen den furgeschribenen beiden teilen zcu be- 
teidingen und zcu machen ; und dis ist von beiden teilen also vorbriffet und vorsigelt, und zcogen uff den 
sontagk morgen r) darnach mit iren schiffen widder von hir. — — — — — — — — — 
Item am tage der gebürt Maries) uff ein fretag im furgeschribenen jare do nomen die von Danczke 
in der sehe mit gewalt mit iren bardtzen und schnycken ein hoick, der czu roube for uff den kouff- 
man, der under die Neringe was getrieben, do heuptleutte inne woren Joen Mertensson und Hans Hin 
ricks, gutter hande leute geborn aus Denenmarcken und Schweden, wol mit LXX personen ane die, die 
do in dem holcke von den unsern wurden geschlagen und erschossen, und denselben hoick hatten sie den 
von Danczk irem borger Hans Winricks, als er mit der grossen flösse nach pfingsten t) von Danczke segelte, 
genommen. Und die Danczker schossen denselben hoick, das er in die grunt ginck, sonder die besten 
gutter, die dorinne warn, nomen sie daraus der viele was und brachten die gefangen am Sonnabende dar 
nach n) in die stat Danczke und am montag nach Lampertiv) warden ir davon entheubt XLIX personen 
und am dinstage darnach X und forth uff den montagk darnach *), das war fur erhebung des creuczes, zcwene, 
die sich im gefengkniss verkrochen und behüt hetten, davon die summa ist der, die entheupt wurden, LXI 
personen, und bliben noch von in siezen im gefengkniss ein schwarczer monch, der mit in innen was und 
VII jungen, domitte zcu thunde nach des rats geduncken und willen, und wurden darnach frey gegeben 
an den monch, der wart ins closter gesanty). — — — — — — — — — — — 
Item am pfingstagez) quomen ouch gen Danczke mit geleitte mit dreien schiffen iij rittersaus Den- 1464 
nemarcken und Holsten, des hern koniges rath aus Dennemarcken und mit in her Daniel des koniges can- 
czeler a), und ir werb was hir vor dem hern gubernatori und vor her Otto Machevicz, die der wirdige rath 
zcu Danczke darzeu vorbotten lies und fur dem rate, scheppen und gemeine: sie hetten vornommen, wie 
das etliche hern, also der her bischoff und der wirdige rat von Lubke und somliche ander hern aus den 
hensesteten, hir weren gekomen umb einen fride zcu beteidingen zwischen dem gnedigen hern konige zcu 
Polen, seinen landen und steten und zcwischen dem homeister, seinem orden und den seinen. Darumb 
weren sie von irem hern konige hergesant mit erbittunge, mochten odder kunden sie ichtes guttes mitte 
helffen raten, das weiden sie gerne thuen. Auch so weren sie umb des beyfrides willen her gekomen, 
der czwischen dem vorbenumpten hern konige zcu Polen, seinen landen und steten und zcwischen irem 
hern konige und seinen landen were beteidinget, das der kurczlich uff Margarete nehst körnende b) ausginge 
umb den zcu vorlengern etc. "Was dorane ist mag man wol erkennen, went ii her, dei konig aus Denne 
marcken, hette in kurczen vorledenen zeeiten grossen merklichen schaden in ij streitten, die im die Schweden 
k) Oppidulum haud procul a Pillau apud sinum maris Frische Haff. Conventus cum magistro ordinis post diem 19 Julii 
probabiliter contigit, nam hoc die ille ad Olaum Axelsson, capitaneum Wisbyensem, se a legatis Danicis, quos ad Fischhusen 
invitaverit, haud paullum auxilii sperare scribit (v. Script, rer. Prussic. IV. p. 555, not. 1). , l) Id dijudicare non audeo. 
m) Schütz (Historia rer. Prussic, an. 1599 in folio impressa) fol. 273 legatos Danicos cl. 28 Julii Gedanum denuo intrasse narrat. 
n) D. 28 et 29 Julii. Indutiæ inter Kristiernum primum et regem Poloniæ d. 28 Julii Gedam scriptae sunt (v. Diplomat. Kri- 
stierni I:i pag. 100). o) Die 24 Augussi. p) Die 1 Maji 1459. q) Die 13 Maji. De conventu Lubicensi 
vide fontes supra pag. 242, not. o allatos. r) Die 30 Julii. s) Die 8 Septembris. t) Die 21 Maji. u) Die 
9 Septembris. v) Die 18 septembris. x) D. 25 Sept. Crucis exaltatio autem jam in d. 14 Septembris incidit, 
y) ”Bruder Cari” conventui praedicatorum traditur (v. SS. rer. Prussicar. IV. 557, not. 1, ubi liber urbis memorialis affeitur).— 
Schütz in supradicta historia (p. 274, 275) etiam alias fontes in manibus habuisse videtur; piratas apellat .Tonas Matzken em 
Dene unde Jan Heinrichsen ein Schwede, heyde vom adel. z) Die 20 Maji. Ad diem 1 Maji conventus in Gedanum de 
signatus erat in quo legati urbium Hanseaticarum ut mediatores pro pace inter ordinem Teutonicum et regem Poloniæ impe 
tranda comparèrent (qua de re cfr. Lindau proxime supra et Continuat. Detmari apud Grautoff, Lübeckische Chroniken IL) 
a) Daniel Kepken van Nulande vocatur (Diplom. Kristierni I:i pag. 144). b) Die 13 Julii. Primæ induciæ inter Kristi 
ernum et regem Poloniæ d. 28 Julii 1459 factæ sunt (v. supra not. n), quæ die 5 Maji 1459 Lubecæ in quatuor annos prolon 
gabantur. Die 6 Augusti 1462 novæ indutiæ Lubecæ initæ sunt (v. supra pag. 232, not. p).
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.