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XXXIV. NAKKATIO DE OCCUPATIONE GOTLANDIÆ.
das her obir sy richten zulde, do sprach her, her were ir nicht geweldig, sy hetten mer macht obir yn
czn richten, wen her obir sy, ydoch so vorteydingete her sy vor syne knechte b); und do was als gros sue
in dem lande, das man mit keynen büchsen noch mit keynen werke <0 vor dy stadt körnen mochte dy stadt
czu belegen noch czu gewinnen mit macht, und nomen eynen andren tag off mittenander
Dornoch qwom der herezog mit Swen Sture und den bürgermeistern gereyten czu Garn dry mjle
von der stadt czu des homeisters howptlüthe, so das sy teydingeten mittenander, das der herezog sulde dy
stad rümen mit den vytalgen brüdern, und sulden sy yn antwerten des homeisters howptlüthe, bas an den
konig und den homeister czu eren gutdüncken, wy sy is mittenander dorume gestalt wolden haben, wen
sy czusampne qwemen.
Dornoch do branten des homeisters lüthe dy drey robeslos off dem lande und brochen sy nedir in
dy grunt und zegilten geweldiclich mit yren schiffen in dy habe vor dy stad und rethen mit dem andren
teyl, das sye off dem lande hatte, ouch vor dy stad und nomen dy stad geweldiclich in.
Dornoch do rümeten herezog Johan und herezog Eryk wyp und Swen Sture mit den synen dy stadt
Wisbü und czogen weg e) wol mit IIII C und goben eynen brieff obir sich, das 1 sy den kowffman nymmer
berouben noch bescheydegen zulden noch entwolden czu ewyger cziet, und dy andren vytalgen brüdern, dy
off dem lande bleben und begriffen worden, dy worden aller dirslagen.
Dornoch besaezten des homeisters howptlüthe das landt und dy stat und lyssen do drey brüder des
ordens und dorczu II e gewopente und I e gesatelte pherd, do sy das landt methe bereyten mochten, und
segelten widdir czu lande mit behaldener habet); und der homeister heit noch das land inne mit groser
koste und zoldye, do her dy soldener methe halden mus durch den wyllen das sy dy sehe befreden mogen,
und dy konigynne von Denemarkt hette ys gerne widdir, und das landt lyt mitten in der sehe, so das
man veil arges do von thun mochte, wen ys in bosir lüthe handt qweme. Ouch ist das landt als gar
vorhert, das sy dem homeister wenyg hülffe künnen thun czu den zoldenern dy her do heit, und hat ys
itzunt wol drey jar zo gehalden mit groser koste und czerunge umme fredes wille.
Dornoch qwam konig Albrecht mit herezog'en Johan rytende in das land czu Prüsseng) czu dem
homeister, vordrende das land Gotland von dem homeister, und das her ym czugebe dy koste und cze
runge, dy er off das land Gotland gethon hette und lysse ym das land widder in antwertten; das wolde unser t
homeister nicht thun und besorgete sich, krege her das land widder, das her lichte mit der konigynne
krygen worde und worden lichte grosser seroub machen wen do vor gewest was.
Als dornoch das der konig und herezog Johan mit dem homeister eynes worden, so das ym der
homeister eyne summa geldis off das landt czu Gotlandt und dy stad Wysbü leyg, so das der konig und
syn vetter herezog Johann vorweyst haben dy stadt und das landt an unsern homeister vorbrieffjet] und
vorsegelt mit ryttern und knechten, das sy ym das land wellen und stadt fryenh) von allirley ansproche
und von alle den yenen, dy do recht geben und nemen wellen i).
Dornoch zo spricht dy konigynne das landt und stad an und heyscht das von dem homeister k), des
antwert der homeister der konigynne und spricht, wy das hers b von nodt wegen mit craft habe abegewun-
nen den seroubern, dy ys inne hatten und grosen schaden do von gethon hatten, und [wy] dy synen funden
eynen fürsten in der stadt und off dem lande, den konig Albrecht dar gesandt hatte, und der czühet sich
von rechte czu dem landem) und spricht, das stad und land sy syn recht erbe, und hat vorsaezfn) dem
homeister und wil ys fryen von allirley ansproche und wik dorume czu rechte komen mit der konigynne
vor fürsten und herren vor rittern und knechten adir vor dy gemeyne stete.
Dy konigynne antwert und spricht, sy welle das rechten nyrne andirswo bleyben, wen in eren riche
by des riches rathe als von des landes wegen Gotlandt und der stad Wisbü.
o) König Albrecht dirbutet sich czu rechte czu komen busen p) der konigynne lande und busen sy-
nem lande, do ys in beydirsyt wol gelegen ist, und hat usgesaezt drey stete, do her czu rechte komen wil,
von irstenq) dy des keysers frvstadt ist, adir czum Sunde, dy dem herezogen von Wolgast .czugehort, adir
czum Kyle dy dem Grefen czu Holczten czugehort, von den dren steten mog dy konigynne eyne kysen,
b) Pro se et suis placitationem fecit. x) Tormenta. d) Die Veneris ante Pasca, i. e. die 5 Aprilis, pactio
scripta est, qua Johannes dux se Wisby urbem atque Gotlandiam insulam die Pascæ, 7 Aprilis, Ordini Teutonico traditurum
promittit (Voigt, Codex Diplomaticus Prussicus, V.' n. CV). — Diarium Minor. Wisbyens. (supra Tom. I. 1. pag. 35) narrat: an.
1398 in festo Pasce optinuerunt domini de Prucia Wisby. e) Svenonem Sture d. 23 Maji in arce Faxaholm in Helsingia
invenimus (Widmark, beskrifn. öfv. Helsingland, I. p. 90). f) Pars expeditionis jam d. 25 Aprilis ad Wistulam pervenit,
Strehlke in Script, rer Prussic., III. pag. 218, not. 2). g) In mense Octobri an. 1398 (v. continuat. Detmari supra pag.
204). h) Pro: land und stadt wollen fryen. i) Jam in autumno anni 1398 Albertus rex ad insulam impignoran-
dam inclinatum se esse declaravit (v. literas Magistri Ordinis d. 20 Nov. 1398 apud Voigt, Codex dipl. Prussicus VI. p. 76).
Ipse tractatus d. 25 Maji an. 1399 in castro Magnipolensi Zivan signatus est (cfr. supra pag. 205, not. e). k) In autumno
anni 1399 Margareta regina prima vice Gotlandiæ redditionem a magistro Ordinis petiisse videtur (v. epistolam magistri d. 25
Octobris 1399 scriptam apud Voigt Codex etc. VI. n. lxxxix). 1) Pro: her es. m) Qui terram jure sibi vindicat,
n) Impignoravit. o) De sequenti cfr. Styffe 1. c. II. p. xxix sqq. p) Buten, extra. q) Nomen urbis excidit.

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