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XXXIII. EX CHRONICIS STEALS DNDENSIBUS EXCERPTA.
Anno 1429 dar wehren de Dänen vor dem Sunde, do wy nicht quemen tho ihnen, mit groter vor-
sammelinge by nacht, brandten de schepe vnd nemen wath se hebben kondten. Duth geschach uff vnses
herren hemmelfahrtdagesp) in der nacht. Se segelden vordt nha dem Stalbrodeq) vnd brandten dar ock
(vnd de Gripswoldiscben senden ehn eine lammesbraden) vnd lepen vth dem Depe vnd wolden tho der Jabe
litz r) de vissckers vpgenommen hebben (dar nehmen se 2 barsscken s)); men se schlogen se aff. Den mandag
darnha t) quemen se wedder insegelende (vnd de wind was von südosten, dath se hier vor dem Sunde voräuer
mosten. Alss wurden de Sundeschen rede mit einer barsscken vnd einer boddemen), vnd gott halp ehn,
dath se wunnen, wente de Dänen hadden wol 74 bemannede schepe, klein vnd groth, vnd fruw Philippa
hedde se vthgemaket) Dar zogen vth herr Euerdt van Huddessen, Laurentz van Lunden, Grone Arendt
vnd Hermann Louwe, wehren houetlude der Sundeschen; vnd de Dänen wurden sehr geschaten vnd vorwun-
det, vnd quehmen mit Schlägen wech, de dar noch wech kahmen konden. Dar hedden se neen priess, men
Schläge v). — — — — — — — — _ — — — — — — — — — — - —
Anno 1438 vp sunte Michaelis dag*) dho quam koning Erick tho Hiddenseey) vnd leeth dar tho
sick vorbaden de städte hiervmme lang, vnd ock de landesberen, vnd klagede äuer des rickes rath, wo se
ehn vordriuen wolden vth deme ricke vnd he begerde ehre hülpe. Dar wardt hier einer vth dem rath gesandt,
de hete herr Drulleshagen. Do beuol he de koning einen jewelicken heren ein slot vorthostande, dar toch
ein jewlicker vp, dat ehm beuahlen wass; do toch koning Erick mede vnd wysede se in. Althohandt nahm
de koning de valen z) van Werdingborch vnd segelde nha Gottland vnde van Kallegenborch; do en wüsten
se nicht, wo koning Erick gebleuena). Darnha dreuen se de heren vnd städte wedder van den sloten.
1439 — — — In suluigen jahre des heruestes in der Schone-uardt, do brachten de Lübecker her-
toch Christoffer in Seelandt vor einen koning b) vnd althohandt c) do quemen de Kostocker wedder in, wente
se hedden wol 12 jahr vthgewesen d); vnd hier bezwungen se se mede, dath se einen koning in de ricke
brachten (also bradenn [de] Lübecker jo gerne wath), dar althomahl ein quaedt heruest vnd wass ein vorwei-
get«) jahr, vnd dar vordruncken vele degelicker lüde, beide frowen vnd menner, vnd wass tho dure allent.
wath men hebben scholde.
Anno 1440 f) althohandt nha pingsten, do lagen de städte thor seewardt vor Helschenborch vnd Hel
schenöhr, alse de vam Sunde, de van Rostock, de van Lübeck; also quehmen dar söuen (alias: 20) schepe
vth Engellandt, dar manneden de städte 5 aff vnd 2 leten se segelen, wente se seden ehren borgeren vor,
se wolden ere viende socken, alse de Holländer, so wolden de Lübeschen nicht darby. Dith schach hiervmme:
Per Oxsen (!) hadde Helschenör vnd Helschenborch inne, vnd de bischop van Lunden lach dar mit grotber macht
vor, vnd Oleff Axel lag vp Helschenöhr g), alse hadde ehme de koning gelauet, he woldte ehne entsetten
vnd de Holländer ock, alse quehmen se nicht in beiden siden, do geuen se de slote, de hier houetlude vp
wehren, herr Berndt van dem rade vnd herr Johann Swarte.
Anno 1442 do wass unse here hertich Barnim tho Barth und 2 sendebaden des rades, herr Albrecht
Hartecher vnd herr Zabel Segefriedt, tho dem olden koning Erick vp Gottlandt tho dage; dar Schloten se
ein gudt ende.
Des anderen jahres (1443) wardt hier ein grepen, dem wardt sin houet affgehowen, den toch sick
koning Erick tho sinem denste; do brack de veiede wedder vp, dath he roffschepe hadde in der see, und
deden dusser stadt grothen schaden also lang dath se sick besönden. — — — — _ __
Anno 1445 Anno eodem do wehren de städte tho Aleborgh), alse me by Gesöre insegeldt, dar
hadde se de koning the sick vorbaden latben; dar ward ehme de vorstinne van Beiern (marggraf Hansen
p) Die 5 Maji. q) Locus in litore Pomeraniæ paulum a Sundis versus meridiem distans. r) Hujus loci situm
frustra inquisimus. s) Genus quoddam navium. t) Die 9 Maji. u) Proprie alveus, carina navis, hic navis
humilis plana carina. v) De tota re cfr. Kornerum apud Eccardum, II. 1291. x) D. 29 Septembris. y) Parva
insula apud litus occidentale insulæ Eugia. z) Obscura vox: valen ”pullus” German, ”füllen” significat. Forte vexillnm
ventorum index in apice turris respicitur, quia dicitur turrim in Wordingborg Gaasetornet appellatam esse, quod deauratum anse
rem pro ventorum indice portaverit. Et re vera Kantzow, qui centum annos post scripsit, narrat : Und k&nig Erich hat in der
nacht lassen die gülden, gans, so aufm schloss auf dem term stund vnd von lauterm golde gewest, lassen almehmen etc. (v. ejus
Chronik von Pommern, Anclam 1841, pag. 247, 248). a) In tota hac narratione aliquis error insit necesse est. Ericus
Daniam in derpetuum deseruit ipso anno 1438 et ut videtur jam in æstate. Et comparata expositione continuatorum Korneri et
Detmari (supra pag. 219, 220) verisimile est hic eventus duorum annorum 1437 et 1438 in unum collatos esse, regemque an.
1437 tamdiu apud Bugiam moratum esse, ut adhuc die 29 Sept. Hiddensee visitare potuerit et deinde in Daniam redierit, ubi
per hyemem et ver anni 1438 versatus arces suis consanguineis tradiderit et denique in aestate in Gotlandiam se contulerit,
b) Cfr. supra pag. 221 Continuat. Detmari, ubi Kiistoferum ad diem 25 Julii Lubecæ mansisse legitur. c) Statim post,
d) Senatus Eostoccensis a suis civibus an. 1427 expulsus erat. e) Procellosus. f) Lege 1441, ut supra pag 221 a
Continuatore Detmari recte exhibetur. g) Pater ejuq, Peder Axelsson, Wardberg defendit, quod initio anni 1441 certis
conditionibus Kristofero regi se traditurum promittit (Jahn, Danm. Hist. pag. 520). h) Certe Alholm, hodie deleta arx in
Lalandia, pro Aleborg legendum, quia postea de Gedsöre, meridionali promontorio Falstri», dicitur.

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