273
XXVI. EX CHRONICO LUBECENSI REIMAEI KüCK.
schrift, welck vp datt mal vth Schwedenn gheschreuen, dath her Stens Sturen frouwenn moder sy thorn
koninge getredenn vnnde en der vnminsklickenn tirannie geschuldenn; dusse gode frouwe heft he ghebadenn
in einen sack tho steckenn vnnde tho vordrenncken g).
Item VIII monneke, welck denn dach hedden missen geholdenn, heft M. Diderick Schlachtheket vth
gehete des koninges tho gelicke lathenn vordrenckennh).
Item etlicke so her Steen truwelickenn gedenetth heft de koninck in veren delen lathen [houwen],
item her Steen Sturen nagelathenn fromven vnnde ethlicke erer kinder ock ethlicke hübsche junckvrouwen
vann denn besten vnnd upperstenn geschlechten heft he ynn Dennemarcken vorenn lathen 0. Summa idt is
tho vele tho beschriuen den morth vnde tyrannye, so koninck Christiern in Schwedenn anngerichtet heft,
vnnd mach neen Nero, Dioclesianns efte Maxentius so gar gruwsame mit denn armen Christen in ehrenn
daghen gehanndelt hebbenn, alse koninck Christiern mitt denn Schweden gehandelth vnd vmgann heft.
Idt was ein bischop vann Lynncopen mith namen her Henninck Gadt. Duth is de man van weme
ick dar bauen geschreuen, dath koninck Christiern den suluigen dartho gebruketh, dath he her Steens Stu-
renn frouwe vnnd den rikes raeth auerredede, datt se koninck Kristiern dhen Holm vpgheuen vnnd [en] vor
einen koninck annemen [scholden], Dussen bischop hedde koninck Christiern in Vinlannth an her Ocksen
Jurgensen k) gesannth, densuluigen vnnd ock de Vinnen alle tho auerreden, gelick wo hethomHolm gedaen,
datt se dem koninge huldigedenn Dusse bischop was gantz flitych in siner weruinge, jodoch vortoch sick
de tidt, dath he so balde tho der koninghe nicht konde wedder kamen, sus hedde he vnnd her Ochse mith
vp dem marckede de koppe lathen mothen, wennthe koninck Christiern vnnd sin bischop Trull hedden dem
suluigen biscboppe in beuel ghedan, so balde he de huldinge bearbeideth vnnd enntfanngen, [he] mith her
Ocksenn scholde vp de croninghe thom Holm sin. De koninck, so balde de morth thom Holm geschehen,
sannde vp alle wege, dar he sick vormodede denn bischop vnnd her Ocksenn herthokamen, vnnd hedde se
gerne beide thoen hendenn gehath, auerst de bischop krech de bose tidinge tho wetlien vnnd hedde siner
sache acht vnnd vannth middel vnd wege, dath he tho Lubeck quam vnd bearbeidede, datt de Lubischen
sick mitt den Schweden wedder vorbunden 1)-
Frundtlicke leue leser, du werst ane twiuell in ethlichen cronekenn vnnd schrifftenn vinden, datt
dusse gruwlicke morth thom Holm synn anno XX geschehen, alse ock de erwerdige here M. Hermannus
Bonnus ynn siner cronekenn geschreuen heft. So moeth ick bekennen, dath ick so mercklichen flyth [an
gewendet hebbe] bi borgern vnnd Holmesfaren, welek ock by itzigen koninck Gustaff grothe geltspildinge
gedaen hebben, denne noch kann ick nicht enkede bescheet bekamen. De eine secht idt sy im XX jare, de
annder im XXI jare geschehen. Twiuell ick nicht, idt is mester Hermanno ock so geghann, derhaluen dhe
gohde here heft mothenn setten, datt ein ider mach na ramen, wo he beste khann, wennthe du sust m),
dath men ock vth den gescheften koninck Christiern anno XX, XXI, XXIII men sick ouell enthrichten kan.
Worum ick auerst dusse elennde historien hebbe in datt XXI yare gesetteth will ick dich mitt der
kortte de orsacke vorteilen. Thoem ersten anno 1523 heft de rykes raeth sampt dem gubernatoer Gustaff
Ericksenn den 29 Decembris eine klagesehrifft vthgan lathen, darin se schriuen, datt koninck Christiern anno
1521 denn morth beghan hebben), S o hape ick jo, datt de Sweden, de ere olden brodere, veddere vnd sve-
ghere dar manck gebatt, binnen dren jaren dach vnd tidt nicht vorgeten hebben. Thom andern so [is it]
ock tho bewisen vtt einen breve, so Gustaf! Erichsen geschreuen an den radt van Lubeck, darinne he hulpe
begerett, datt idt datt jar gewesen, vnd wertt wider dar inne vorteilet, wo tirannischen koninck Christiern
gehandeltt vnd de Sweden gar vtt tho delgeno) gesinnett (dar he doch datt hochwirdige sacramente vp
enttfangen, segell vnd breue gegeuen, datt he einen jeden by sinem rechte vnd priuilegien lathen wolde) vnd
willens Swedenrick mitt Schotten, Hollander vnd Denen tho besetten etc., vnd biddet gantz instendich vmme
g) Quæ hæ fuerint literæ, quas scriptor citat, ignoramus. Messenius (Scondia Illustr. IV. 89), qui nomen ejus, Sigrid Ba
ner, affert et nonnihil addit, vix alio fonte, quam chronico Reimari Kock, usus est. Tota res absurda videtur. h) Hoc in
monasterio Nydalensi in Småiandia die 2 Februarii an. 1521 contigit (v. supra pag. 75, 78 et 142, atque Tom. I. 2. pag. 348).
Allen (1. c. III. 1. pag. 405 not. 88) ostendit, si dies recta sit, Kristiernum rei non interfuisse. i) De bis feminis, quæ
in autumno anni 1521 a Holmia Hafniam deducebantur, cfr. Allen 1. c. III. 2. pag. 204. k) Lege: Ake Jöransson (Tott).
capitaneus arcis Tavasthus in Finlandia. 1) Inexplicabile fere est, quomodo scriptor Lubecensis ejusdem astatis in talem
errorem inciderit. Verum est, Hemmingurn Gadd in Finlandiam missum esse, ut ex multis diplomatis constat, sed non minus
certum est, eum ibi jussu Kristierni occisum esse. Juusten, Reimaro Kock coasvus, in suo chronico episcoporum Einlanden-
sium (ed. Porthan, pag. 595 in nova editione an. 1859 in Helsingfors impressaj dicit: 1520... 4 Kal. Decembr. [28 No-
vembr.] decollatur D. Oke Georgia in castro Tavasthus. Dominica 3 Adventus [16 Decembr.] decollatur Nicolaus Eschilli et Doc
tor Hemingh Gadd ante castrum Rasborgh per Rooleff Mattzonum”. Forte scriptor, qui Hemmiugi commorationem Lubecæ annis
1510-1512 [de quo vide supra pag. 256 not. n.) memoratam audierit, memorias lapsu vel cognitionis hanc rem in posterius tem
pus deduxit. m) Sust antiqua flexio pro siehst [v. Bremisch — Niedersächs, Wörterbuch, IV. 73). n) In literis lingua
Germanica scriptis sane annus 1521 legitur (Gust. I:s Registr. pag. 11), sed in literis Svecanis [ibidem pag. 20) annus 1520
recte affertur. o) Delere, extirpare.
Tom. III.
I. 69.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.