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XXVI. EX CHRONICO LUBECENSI KEIMAEI KOCK.
was, datt he de schepe wedder de Schweden gebrucken wolde, derhaluen de Hollander vp den schepen nicht
mostenn na Lubeck auerreysenn.
Dewile koninck Christiernn willens was mitth velenn schepen vnd velem folcke in Schweden tho theen,
heft he ock mothen tho veler proflande trachten, derhaluen heft he eine schwäre schattunge auer sin ryke
ghaen lathen ; X buren mosten em eine thunne bottheren gheuen, IIII buren ein dromthh) roggen, rogge
vnd meell ys duth yare mechtich dure gewesen, de rycken buren mosten ein yder einen ossen gheuen.
Idt heft ock koninck Christiern leghaten an den raeth van Lubeck gesannth vnnd begheret ein scbyp
mith aller thobehoringk, aise de heren van Lubeck plegen ere schepe thor orloge vthrusten, auerst des
wolden de heren em nicht rede sytthenn. — — — — — — — — — — — — —
De legate Anngelus Artzimboldus, welck sick bi koninck Christiernn hedde anngenamen, dath he bi
den Schweden bearbeiden wolde, dath se sick willigen vnder den koninck begheuen scholdeni), heft derhal
uen thom Stockholm mitt dem ricks rade sodann handeil wyllen anfangen. Auerst der Schweden ricks
raedt hehben em enthlicken ghesecht, so he gedenncke sinen aflatskram mith profith vth tho fligen k) t dath
he van der vorsoninghe mith koninck Christiern stille holdenn scholde, wennthe de Schwedenn wüsten alles,
wes he sick bi dem koninge vorsecht hedde. Derhaluen befruchtede sick de rickes raedth, he mochte dorch
sine aflats kremere denn gemhenen manne an koninck Christiern bewegen. De legate samlede mit sinem
aflathe groth gelt in Schwedenn, gaf grotbe dinge vore, vnde de Schweden meneden, datt se den pauwest
suluest im lannde heddenn. Derhaluen clageden se em auer eren artzebischop, dath he alles blothuorge-
thens, so koninck Christiernn gedaenn, eine orsake were, item dath he alles, wes de rickes raedt beschlaten
hedde, de bischop dem koninge schriftlick vormeldett, vnd vele annder artikell mere. Tom latesten dorch
raeth vnnd vulborth des legaten hebben de Schweden den bischop enntsetteth vnnd koren den legaten wed
der 1). De legate was schlicht vnnd eintfoldich, wolde de Schweden uicht vortornen, noch sodaen brade m)
vorschmaden, nam datt bischopsdoem an, jodoch by sodaen besched, dath se eme jaerlickes eine pensien)
tho Rhome edder wor he were auer senden scholdenn, wenthe he wolde truweno) dath edle Walske lannth
vor datt kolde Schweden ricke nicht vorbuthen, vnnd mackede also balde einen suffraganeum, datt is einen
wyell bischop p) vnnd lauede den Schweden, dath he vann dem helskenn vader tho Rhome wolde ein
innterdicth vorwaruen, dath nemanth bi pene des grothen schwarenn banndes vnnd des helsken vures yenich
dinck in Dennemarcken voren schole. Alse nu de legathe wolde wedder in Dudesklannth theen vnde sin
geloffte by dem pauweste enntrichtenn, loth koninck Christiern in allen orden q) sine wachten, wennthe sin
handel was nicht hemelick. Auerst he wurth gewarneth vnd thoch wedder na dem Stockholm r), darna sande
he sinen broder mith grothem ghode na Dudesklanndth, auerst he was all vorradenn, vnnd de Denen kre-
genn enn gefanngen vnnd brachten en tho Copenhagen mith alle dem, dath he by sick hedde, also kreeh
koninck Christiern des legaten vnnd der Schweden breue vnnd eine gude buthe dartho.
Idt heft koninck Christiern in vasten vortrostinnghe gewesen dussen sommer datt ricke Schweden tho
winnen, derhaluen he einen doctoer an den raeth vann Lubeck sannde, begerede dath de Lubischen dussen
sommer auermael sick des ricks Schweden entholden wolden vnnd datsulve mith schepen nicht besockenn,
auerst de herenn van Lubeck hebben sick vp des koninges breue vnnd retzes des vorigen jahres ghegeuen
referereth, dath se na lüde der breue nicht lenck plichtich weren dem koninge tho willen der Schweden enntho-
holdenn ‘auerst de Doctor heit iezt ine wedder an vnd begehrde mith groten thosagen, dath de Lubeschen
dit jahr sich noch wolten dem koninge tho willen der Schweden entholden* *), so wolde koninglicke Wyrde
wedderumme vorguunen vnde vorseggenn, dath se ere Scbwedesken ghoder, so in Lyflannth wereun, velich
mochten tho hus halenn. Thom latesten vm des kopmaus willen heft ein raedth van Lubeck darinne vul-
bordeth by dem bedynnge, dath se vorder mith der entholdinge der Schweden nicht willen van dem
koninge beladen synn, men den thokamenden sommer so wolden se segelent). Auerst dar wurth ock nich-
tes van, wenthe de Holm wurth duth jaer nicht gewunnen.
Koninck Christiern hedde duth jaer vele schepe yegen de Schweden in der see, darauer hedde he
einen houethmanne gesettet, Seuerin Norby, einen ridder, welck Gottlannth innehedde, einen bösen tyran-
h) Species modii; octo drometh unam last effecerunt (v. Schiller. Mittelniederdeutsches Wörterb., Bremen 1875). i) Vide
supra pag. 259, 260. k) Exponere, ad emendum offerre 1) Hoc in comitiis Arbogensibus in Decembri an. 1518
factum est (v. Allen, de tre Nord. Rig. Hist. III. 1. pag. 56—58). m) Braten, caro assa. n) De magnitudine
hujus stipendii cfr. Allen 1. c. pag. 55. o) Gerto. p) Svetice vigbiskop appellatus, quia ut vicarius officio episcopi
fungebatur. q) Ord, locus, præsertim angulus viarum. r) Die 18 Aprilis (non 8 April, vide Allen 1. c. Hl. 1. pag.
369, not. 55) Arcimboldus e Lund in Scania Kristierno scribit, se regis iram metuentem iter continuare non audere, sed in Sve-
ciam reverti velle, præcipue cum frater ejus apud episcopum Koskildensem prehensus esset (Hvitfeldt in 4:to, pag. 94 103.
s) Verba asteriscis inclusa, quae in nostro codice exciderant, ex alio codice Havniensi descripta et nobis benigne communicata sunt.
t) Etiam Hvitfeldt (1. c. pag. 115 et 187) hanc pactionem in anno 1519 memorat, sed Allen (1. c. III. 1, pag. 390, not. 94)
rem ad tractatum in Segeberg d. 13 Maji an 1520 initum pertinere demonstrat. — De alia legatione Kristierni Lubecam in
autumno hujus anni missa vide paulo infra.

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