XXVI. EX CHRONICO LÜBECENSI REIMARI KOCK
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orsacke her Steen suluest nicht gekamen were; also balde is vth dem ammeral de lose geschahen, datth
men scholde tho seegell gahen, wenthe ethlicke daghe hedde de wynnth gutt gewesene, vnnde leep na Copenn-
hagen vnd nam de Schweden medey).
Alse her Stheen thom Holm sach, wo dat spill leep, heft he alle ridderschop vnnd dath ganntze
lanth vorbadeth vnde vorgegheuen, wo koninck Christiern gehanndelth etc., item breue vnde geleyde vor
gelesen, vnde doch nu de sendeboden myth syck genhamen vnnde wedder alle recht jn de gefencknisse ge-
foreth. Alle de idt hebben gehoreth syn mechtich bedroueth vnd thornich ghewordenn, vnde hebben alle
gesehwarenn dem koninge Christiern nummer truw edder holth tho werdenn noch synen breuen tho louen;
see hebben ock beschlatenn, dath men mith allem gefoge myth den erstenn sodane vorraskennth möge in
Dudesken lande kundth dhoen vnnd inntsundrige der stadt Lubeck vnde den anndern seesteden etc.
De tydt, de koninck Christiernn vor dem Holm tho lande vnnde in den scheren in den schepen ge
legen, heft sick tho xij wecken Vortagen, de tydt auer sin folck grothen kummer van ethen vnde drynncken
gehath, so ock vor angethoget, derhaluen de knechte vnnduldich synn gheworden vnde na erer wyse vele
spitesker worde vp den koninck geforeth, welckes alse koninck Christiern tho wethen krech, heft he nicht
mith en geschimpeth, sunder erer hunderth vnd twyntich auer borth houwen lathenn, vnd dre van den houeth-
luden heft he in den ysern mith na Copenhagen geforeth vnnd vp den dach Chrispinj vnd Crispiniani z) am
strande mith rädern richtenn lathen. De spithworde, darmith se en besungen heddenn, syn dusse gewesen,
dath he w r ere ein garbreder a) vor dem Holm, ein bedreger der kryegesknecht, ein valsk munther, ein karc-
ken schynner tho Vpsael, ein apenbar vorreder der Schwedenn, ein kroger b) vth Dennemarken. Alse ko
ninck Christiernn aldus syne lyst mith den Schweden gebrucketh, wolde he sinen thorn yegen de van Lu
beck ock sehen lathen vnnd nam eynn schip, welck vth Engelland quam, vnde twe, welck vth Schweden
quemen vnde horeden tho Lubeck tho hus. Do dath tho Lubeck ruchtich wortth, hebben de Lubeker ehre
schep, welck in Schweden gefraehtet weren, tho hus beholdenn, wo woll se van den gefangen Schweden noch
nicht en wüsten, wenth de tydinge ys ersten vp de billigen dree koninge [dag]c) des folgenden yares tho
Lubek an den raeth gekamen.
Idt heft syck koninck Christiernn tho Sunderborch begeuen vnnde vann dar thwe rydder, her Neels
Hoyke vnd her Wulff Powysk, vaget vp Segeberge, vm thrennth Symonis et Juded) an de heren van Lubeck
gesannth vnde mith prächtigen wordenn vnde grothen thosagen beghereth, dath de van Lubeck II iaerlanck
sick Schweden rykes enntholdenn vnnde en noch affore vnde thouore doen woldenn, sulckes wolde [he] tho
syner tydt mechtich vorschuldenn. De heren van Lubeck hebben de andern V Wenndesken steden vor-
schreuenn, welcker alle geklageth, dath en vp Schone ghewalth vnd vnrecht wedderfaren, dartho ere priui-
legien van koninge tho koninge vorseegelth vp Schone gar nicht geholden werenn. De vann Lubeck clage-
denn, dath en IIII schepe mith ghode myth all genhamen, de Sundesken dergelicken. De rydder laueden,
dath se den van Lubeck vnnde den anndern steden wolden seegel vnde breue gheuen, dath en ere schepe
mith ghode myth all scholdenn wedder gegheuen werden, ock datth alle olde priuilegien ym rycke en scho-
len geholden werdenn, so verne se II jare sick willen der Schweden entholdenn. Na velem hanndell
hebben de stede tho annthwerde gegheuen, so se ere schepe wedder enntfangen vnde en de priuilegia gehol
den werden, wyllen se sick der Schwedenn beth tho Pynxstenn e) entholden, auerst datt se syck II jaer tho
entholden vorseggen scholden, sta f) en vp duth mael gar nicht an.
Idt heft koninck Christiern eyn ernnstlick boeth vthgaen lathen auer sin ganntze rycke, datt nemanth
flesk, botter edder ander ethelware vth dem rycke in ander stede foren scholden g), wennthe syn vornementh
was, datth he idt vorjare mith velen schepen vnd folcke wedder an de Schwedenn wolde vnde wolde nu
vorkamen, dath syn folk sodan hunger alse duth yare nicht lyden scholde. He sammelde schepe, wor he
konnde sande och legation an den koninck van Frannckryckenn vm schepe vnde folck. — — — —
Anno domini MCCCCCXIX.
Idt heft koninck Christiern vann Dennemarcken duth voriar auermaell ethlicke Hollandeske schepe
anngeholden vnder dem namen, alse hedde he sinen bruthschatt nicht gekregen, auerst de rechte meninge
y) De tempore hujus Kristierni adversus obsides proditionis cfr. supra pag. 32; de ipsa re supra pag. 86; Peder Swart,
Gustaf I:s Kröni/ca, (ed. G. E. Klemraing an. 1870) pag. 4, 5 et literas senatus Sveciæ supra not. o. allatas. ^ z) D. 25
Octobris. a) Coquus vel lanius (v. Schiller, Mittelniederdeutsches Wörterbuch. Bremen 1875). b) Caupo. c) Die
6 Januarii 1519. d) Die 28 Octobris. Haffniæ vero Kristiernus in mense Octobri et Novembri versatur (v. Regesta Da-
nica I. p. 694—697, in 4:to). e) Dies 12 Junii 1519. f) Antiqua flexio pro stand. g) Cfr. Allen. De tre Nord.
Rig. Hist, III. 1. pag. 5.

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