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XXVI. EX CHRONICO LÜBECENSI REIHARI KOCK.
wold en tho frunde beboldenn vnd nicht vorlathenn men en entsettinge doen na allem vormoge, vnnd dem is
oc a so gescbeen. De Lubische hebben etlicke schepe mitt den jennen, datt den Schweden nodich was na
dem Holm gesanuth vnd nicht anngesehen, datt de koning sine krygesschepe in der see hedde vnd sin ock
mitt beholden reyse wedder vp de reide gekamen vnnde de ganntze hennse hebben an den koning vnnd de
rykes rath geschreuen, dorch welcher schriuent de koningk einen andern dach tho Nycopinge vorschreuen,
worvan wi tho siner tidt seggen werden. (. Bellum inter Lubecam et duces Magnipolenses; pax (die 6 Oc
tobris), initur, quam Johannes rex frustra impedire conatur ). Alse nu koning Hans hefit gesehen, datt de
Lubischen raitt eren näheren wedder frede bekamen, makede he gyssinge, datt se datt rycke Schweden nicht
ane bystannth wurden lathen. Dem vorthokamen heft he an den rath vann Lubeck geschreuen, dat se her
Bernndt Boemhouwer einen radesheren wolden tho em tho Segeberge schickenn, mith dem wolde he wes
bereden vnde sine seher ghode thoneginnge an de stadt Lubeck apennbaren, vp dath ein rath vnde gemhene
des argwhanes, w r elck men tho Lubeck vp sine koninglike dorchluchticheit hedde, moethen enthleddiget wer-
denn etc. Mitt demsuluigen ghoden heren lieft de koning aliéné inn einem gemacke hen tho drenn stunden
geiedet vnde auergeredett, datt darna thre borgemester van Lubeck thorn koninge gekamen, welck he seer
frundtlickenn vnd seer erlicken enntfanngen vnde vele ghoder wortth ghegeuen. Vnd wowoll die hern van
Lubeck vtt mennichfoldigen orsake dem koninck nicht hebben willen inrumen, wes de koninck van ehn be-
gerde, so heft dennoch de koninck den hern van Lubeck so grote thosage gedan, datt sick de hern van Lu
beck vorsecht den Schweden nene thofor tho donde i). Hirup heft de koninck enen dach vp Johannis tho
Nicopinge beropen, dar he den hern van Lubeck de privilegia tho Vorsegeln vnd vormheren hefft tho gesecht.
Anno 1507. Syn vp de hemmelfart Christi k) de heren der hensestedten tho Lubeck byeingekamen
unnd van saken der stede gehanndelt, manck andern gescheiften hebben se ock heren deputirth, welck mitt
den heren van Lubeck na dem dage tho Nikopinge reisen scholden. Idt hedde ock in der fasten l) dusses 1507
jares de koningk van Schottlannth sine legathen tho Lubeck gesant, welck uth vorvorderennth koninck Han
ses ock bearbeiden, datt de heren van Lubeck de Schweden vorlathenn vnd mitt koninck Hans [sick in]
ein vorbundt gheuen scholden; an grothen thosagen vnde velen gelofften heft idt by dussen leghaten ock
nicht gefeileth.
De marggraue Jochim van Brandenborch, welck koninck Hanses dochter thor ehe hedde, heft ock
den Sundach Cantate m) tho Lubeck breue vp alle kerck doren upschlan laten, worinne keyser Maximilianus
allen stedten vnd landen by der acht vorbaden, datt nemandth den Schwedenn thouore edder jenige ennt-
settinghe dhoen scholden).
Na pinxtenno) sin de hern van Lubeck sampt den heren van Hamborch, Rostock, Wysmer, Dantzke
etc. na Niekopinge gereisetth; de heren van Lubeck hebben ock ethlick borger in namen des kopmans mitt
sick genhamen mitt namen Hermen Falcke, Hanns Muter, Hermen Murnpperogge. Idt sin ock tho dussem
dage vth vorforderinnghe des koninges sendebaden des koninges van Frannckricken vnnd Schottland gekamen ;
de groteste hanndel vnd vornementh ys gewesenn, de Lubischen scholden de Schweden vorlathenn. De hern
der stede hebben allen flytth vorgewantb, efte nene middel konden gefunden werdenn, dath de sacke twisken
den beiden ricken Schweden vnd Dennemarckenn mochtenn dorch dageleistunge vorhandelt werdenn. De
koning heft geklaget, datt de Schweden ethlicke mall vorschreuen, auerst nicht gekamen xveren. Thom la
testen alse he vormarckett, dat de stede an der Ostsee van denn Schweden tho treden gar vnwillich, heft he
thogelathen, datt de Schweden in eine stadt an der Dudesken side tho einem dage vorschreuen werden,
aldar wolde he sine legaten mitt vuller macht ock hen sennden, he wolde ock den Schweden vor sick vnde
alle denn sinen ein velick geleide gelten, wes dar ock gehandelt, wolde he truwelicken Vorsegeln vnd hol
den. Hir vp hebben wedderum de hern van Lubeck mothen lauen, so de Schweden thom dage nicht ka
men edder de twist dorch hanndell nicht konnde vordragen werden, datt alse denne de Lubische den Schwe
den nene hulpe edder thouore doen wolden, men sick der Schweden gantzlick entholden wolde[n], beth so
lange de Schweden dem koninge vnderdenig wurde[n], [vnde se] in erer haue nicht liden edder duldenn. Des
hefft de koninck Hans wedderum gelauetth, datt de Lubische sampt eren vorwannthen velich vnd vry in alle des
koninges hauen vnd lande scholen seggelenn, vnd so jenich schip by des koninges vthliggere wurde kamen,
scholden se strickenn p) vnd wisen ere seebreue vnd des radts certification, alse denne scholden se anne alle
beschedunge der sinenn segeln, wor idt en beleuede. Dusse artickel sin van beiden parthen vorsegelth und
vorbreueth. [Hir schall de copie des breues, welck ein rath van Lubeck vp datt mall dem koninge geghe-
uen, stan]q).
i) Pactio in Segeberg d. 7 Decembris facta est. Cfr. Waitz in Zeitschrift für Lübeckische Geschichte I. p. 145—147.
k) Die 13 Maji. 1) Caput Jejunii (Askonsdagen) in diem 17 Februarii incidit. m) Die 2 Maji. n) Man
datum imperatoris d. 23 Nov. an. 1506 datum erat (v. supra not. f.). o) D. 23 Maji. Conventus Nycopensis circa 24
Junii inceptus est. p) Vela subducere. q) Quæ uncis inclusimus, aperte sunt annotatio marginalis Eeimari
Kock, quam librarius textui inepte intrusit. Descriptum foederis, quod Kock hic omisit, duabus paginis infra in codice comparet
et a nobis secundum auctoris indicationem hic suo loco insertum est.

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