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XX VL EX CHRONICO LUBECENSI BEIM A BI KOCK.
volckes afl'geschaten. Auerst des volckes was auer twölffhundert vp dem slate vnde wart ein mechtich kolt
winter, dartho quam de schörbuck manck se vnde störuen erer veele, dat se de doden nicht begrauen kon-
den, de krigeslude hedden gerne dat slott vpgegeven, auerst de köninginne vertröstede se, dat ehnen de
köning wurde balde entsettinge dohn.
Thom latesteu auerst in der weken vor pingesten z) [1502] hefft de köninginne dat slott vpgegeuen
vnde hefft allen vp dem slate dat levende bedinget; also is de köninginne vam slate gegahn vnde alle de
so mechtich wehren, dat se gähn konden, de krancken de dar weren wurden affgedragen; idt wurden ock
vele doden vp dem slate gefunden. De köninginne hefft begeret, dat se in dem closter Wasten muchte ehre
herberge hebben, dar hebben se de Sweden ehrlichen hengebracht, dar se ock etlike jahr gebleuen a), bett so
lange de heren van Lubeck se van den Sweden wedder los gebeden hebben, so man tho siner tidt hören
wert. De köninck hedde ein hupen schepe thogerustet mit volck vnde prouiande dat slott tho entsetten;
dusse quemen im pingesten vor den Holmb), auerst dat fuhr war all geweihet. Also hefft köninck Hans
dat ricke Sweden dörch tirannie vnde bösen raht der bischöppen wedder verlaren. — — — — —
Anno domini MCCCCC1I. — Dewile koning Hanns sick alse eyn apenbar viendth der Ven-
desken stede sehen leth, hebben de Lubischen mitt ehren vorwannthen ock wedderum sick mercken lathenn
vnd hebben vyff grote schepe myth allerley ware vnd reskop, so den Schweden nodich [weren], thogerustett
vnd beladen ock mit geschutte vnd volck so thogerustett, dath se mit trotze wolden vor dem koninge
na dem Holm segelen vnd sin ock thorn Holm ghekamen vnd erlicken enntfangen vnd van dem bischop van
Lynkopen mechtich mitt vitalienn vnd geschencken begifftiget, an dusser schepe houethluden hefft koning
Hans syn ghemall«) geschickett, vnd begherett dath se mith en in Dudeske landt kamen, auerst dewile
koning Hans wolde der Lubeker vienth sin, so dachten se ock der konigynuen dar nicht inne tho denen;
dusse schepe sin mitt beholden reise wedder tho Lubek gekamen d). — — — — — — — — —
Dewile koning Hans nu gar vp de van Lubigk vorbitterth [was], darum datt se de Schweden enth-
setteth hedde, heft he schepe vnd borgere van Lubigk yn sinem lande, hauen vnde strömen angeholden, wor
he se bekamen konde, darum hebben ock de hern van Lukigk vp s. Elisebetten dach, welck is de 19 Nouem-
bris, alle Densken angheholdenn vnd ere ghoder beschryuen lathen. Dutli heft noch mher koning Hanns
tho torne ghereiset, also dath ock des rades van Lubigk secretarius vnd sendeboth, welck vp datt mal in
Dennemarcken gewesene), myth vare synes leues kumme konde vth dem lande kamenn f). — — -- —
Anno domini MCCCCCIII. — Vp den auenth ascentionis dat is des hern hemmelfart g) heft
koning Hans van Dennemarcken einen ridder an den rath van Lubigk gesannth vnde begehret, dat 2 bor-
ghemester mochten tho em tho Segebarge kamen. Auerst de hern van Lubigk voleden sick etlicker mathe
beschweret vnde hebben en erer Secretarien darhen geschicketh, myth welckem de konig frundtlick geredet
vnde aller frundtschop vorsecht vnde wedder an de hern vann Lubigk gesanth vnde beghereth, datt 2 bor-
gemester mochten tho Segebarge kamen. Dar vp syn her Johau Hertze vnde her Dauid Diretzen beide bor-
germester thom konige getagen; de konig heft se gar frundtlicken entfanngen, he heft se tho syck vp dat
schlott kamen lathen, is en in egener person vnder oghenn gehghan, in ein schonn gemack geforeth [vnde]
aliéné mith enn gehandelt. Thom ersten heft he eu thogesecht vnde gelaueth, dath he alles vast wolde holdenn,
welck syn broder hertich Frederick sampt den andern vnderhandeleren articulereth, vorbreueth vnde vorsegelt
hedden; darna heft he frundtlich begereth ein rath vann Lubigk wolde tvve eres rades personen ynn Schwe
den schickenn, welck sine köninginne mochten fryen vnde wedder yn Dennemarcken vorschaffen; thom drud-
den, datth de hern so in Schweden wurden reisen wolden bearbeiden, dath de Schweden an de Dudesken
stede side thom Stralsunde wolden kamen vnde einen dach mit en holdenn; dath tho vordenen heft de ko
ning grote tho sage gedaenn, welck darna quadelick geholden syn. Hir up hebben de borgemester van Lu
bigk geanthwerdet, idt were im [o:ein] handel vorlathenh), datth ein radt van Lubigk eine klene yacht in
Schweden scholde senden, desuluige were nu verdich vnd segelrede, auerst dar were ghar khen gemack,
z) Pentecostes anni 1502 in diem 15 Maji incidit. Tractatio de arce reddenda in primis diebus mensis incepta die 6 Maji
finita est (v. Tom. I. 1. pag. 77 et supra p. 84, Geheime Arkivets Aarsberetn. IV. p. 305—307). Die 9 Maji ipsa arx reddita est (1. e.),
a) Paulo ultra annum, ut infra ex narratione in anno 1503 apparet. Die 19 Martii regina Vastenis versatur (v. supra Tom. 1.
1. pag. 205). Ofr. Allen. De 3 Nord. Rig. Hist. 1. p. 304—307. b) Die 10 Maji in scopulis erat et die 12 Maji ipsam
Holmiam appropinquavit (v. supra pag. 85 et 138). c) Legendum est Hans’s gemahl, i. e. Christina regina. d) Olaus
Petri (supra Tom. I. 2. p. 334) m.rrat, 6 naves Lubecenses tempore Laurentii (10 Augusti) Holmiam venisse. e) Verba
icelck— gewesen eadem manu in margine addita sunt. f) De discordia inter regem et Lubecam cfr. Waitz in Zeitschrift
für Lübeck. Gesch. 1. p. 137, 138). g) Die 24 Maji. Jam antea (in Aprili) negotia Lubecæ inter legatos regis et urbes
Hanseaticas agitata erant (v. Waitz 1. c. pag 139, 140 et Allen De 3 Nord. Reg. Hist. 1. p. 320—329). h) Res, qua? fieri
non potest.

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