XXVI. EX CHRONICO LÜBECENSI R El MARI KOCK.
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dat se viider einander ein verbünd t gemaket, dat de Kusse scholde dem köninge Sweden bedwingen helpen,
so wolde de köninck dem Russen Lifllandt wedder bedwingen helpen k). _ _
Anno domini MCCCCCI 1). Des Dingesdages im Vastelauende m) hefft köninck Hans
de vppersten im rike Sweden alse biscböppe, riddere uude prelaten thorn Holme by em verbadet. Darsul-
uest is ock herr Stein Sture verbadet uude gekamen jodoch ahn alle gepreuge alse mit einem schriuer, einen
knecht unde jungen. De köninck auerst vnangesehen des vördrages vnde fredes, so he thouoren mit herr
Stein vnde allen inwanern des rickes gemaket hedde, hefft eine sententie vth angeuent etlicher bischöppe
gegeuen, dat men herr Stein scholde dat höuet affschlan. Herr Stein hefft sich vp segel vnde breue, so de
köninck ehme gegeuen, beropen vnde desuluige vorgelecht, auerst de köninck hefft geantwordet, do he ehrne
de breue hedde gegeuen, sy he noch neen köninck auer ehm vnde de andern Schweden gewesen. Als herr
Stein dat horede, dat bi sodanen köninge geloue, segel vnde breue nicht mehr scholden gelden, hefft he dem
köninge sine vthgegeuene versegelde breue vor de vöte geworpen vnde sinen unverstandt beklaget, dat he
deme gelöuet hebbe, de doch nicht gedencken gelöuen tho holden, vnde sich thorn dode geschicket, he hefft
einen bichtvader begehret vnde is eme gegeuen, dama in aller mate sick thom steruen geschicket
De junge auerst, welcher mit herr Stein gekamen was, makede sick van dem slate unde makede
in der statt ein geruchte, dat beide eddel vnde vneddel thohope lepen Idt was ock einer mit namen Schwände
Negelsen, welcher was herr Steins sustersöhne n); dusse wowol he thouoren dorch den köninck vnde dorch
de bischöppe mit löfften auerredet [was], dat he-mede van herr Stein by köninge Hans gefallen, desuluige
hefft alle den adel vnde den rikes raht angeredet, dat se dem köninge musten anseggen dat se dat nicht
liden konden, dat herr Stein den segel vnde breue van dem köninge gegeuen so elende scholde werden vmme-
gebracht. De köninck wart törnich vnde vull dofsinuickeit vnde gedachte sine sententie vmme des adels
willen nicht wedder thoropen, auerst do he vernam dat rumor der jennen, welck herr Stens junge hedde vorge
bracht, begunde he sick tho fruchten vnde gaff beter worden, vnde herr Stein behelt also sin levende p).
Idt hadde her Stein Sture noch einen andern sustersöhne mit namen herr Stein Christersen q); dusse
hedde doch frunde by dem köninge vele vmme gnade weruen laten, auerst de köninck wolde ehn nicht tho
gnaden annehmen. Dusse alss he hörde, wes de köninck mit sinem veddern im sinne hedde, hefft he sick
heimlichen in einem bote uth dem Holme gemaket vor ein slott C, dar is he vpgelaten, datsuluige slott nam
he in vnde vörsammelde volck, wor he konde ; he lett im lande verkündigen vnde klagen, wo de köiiing
bauen segel vnde breue wolde by heren Stein hebben gehandelt, derhaluen sin ehme vele van adel vnde des
gemeinen mannes thogefallen, dat he ein grott herr hefft thohope gekregen, darmit wolde he na dem Holme
theen; was ock manck andern bygefallen de bischop van Lincopens) vnde herr Schwände Negelsen, daruan
thouoren gesecht ist). Alse de köninck disse tidinge krech wurt ehm bange vnde dörste in Sweden nicht
bliuen ; he ginck tho schepeu) vnde quam in Dennemarcken vnde lett de köninginne thom Holme mit velen
Dudischen vnde Denschen volcke. Herr Johan Meijer schrifft, he hebbe eine bolschop edder byschlepersche
gehatt, den de köninginne v), desulue hebbe he mitgenamen vnde na Dennemarcken gesegelt.
Nicht lange darna sin de Sweden vor den Holm gekamen *) mit velen düsenden, des köninges volck
dörste den börgeren nicht löuen, sin alle vp dat schlott gelopeny), de Sweden hebben datt slott beiecht
vnde geweldich gestormet; de vp dem slate weren, hebben sick menliken gewehret vnde den Schweden veel
k) Foedus inter Eussiam et Daniam, quod jam d. 8 Novembris au. 1493 initum est (v. Grönblad, Nya Kill, t, Einlands
Hist. pag. 85—88) anno 1498 fortasse divulgatum est, quia tunc legati Russici Holmiam venerunt poscentes, ut limites inter
regna accuratius statuerentur (v. Grönblad 1. c. pag. 103). De Livonia autem in foedere nulla mentio fit. 1) Quæ
seqvunqvuntur sub anno 1499 inserta sunt, quamquam ad annum 1501 pertinent, sed vitium non effugit scriptorem vel aliquem alium,
nam in anno 1501 (pag. 23 in Coti. 303. b.) tres coronæ in margine depictæ sunt, et hæc verba ascripta: hir schal stan dat im
vorigen parthe im XCIX jahre steith., dar ode de dre kronen Ustann. Desideratur tamen hoc signum coronarum in an. 1499 in
Codice 303. a., qui, ut diximus, ab alio librario, quam 303 b, scriptus est. m) Dies Martis post dominicam Esto mihi hoc
anno in diem 23 Februarii incidit. Johannem regem et magnates Sveciæ a fine Februarii in Holrnia congregatos esse, diplomata
affirmant. n) Error scriptoris. Svante Nilsson (Sture) et Sten Sture nullo arctiore affinitatis vinculo conjuncti erant,
o) Furor, rabies. p) Fere eadem historia, Johannem regem in animo habuisse, ut Stenonem vita privaret, sed a cete
ris magnatibus impeditum esse etiam in chronico Rhythmico (supra Tom. I. 2. pag. 198) legitur, sed tabularum testimonio 'non
firmatur, quamquam constat, vehementissimum discidium inter regem et Stenonem cursu veris exortum esse. — Hic forte monen
dum est, alios narrare adversarios Stenonis nonnihil post Johannem regem electum (an. 1497) postulasse, ut capitis damna
retur (cfr. Chron. Rhythm. Danicum supra pag. 136 et Olaum Petri supra Tom. I. 2. pag. 332, 333). q) Novus error.
Inter Stenonem Kristiernsson (Oxenstjerna) et Stenonem Sture nullam affinitatem reperimus, nisi quod uxores eorum erant filial
duorum fratrum, Erik et Åke Axelsson (e gente Tott appellata). r) Quæ arx respiciatur, nescimus. In fine Martii vel
initio Aprilis seditio Stenonis Kristierni exorta esse videtur (v. literas Johannis regis d. 13 Aprilis Holmiæ datas apud Jahn, Damn.
Hist. pag. 577; cfr. Allen, De tre Nord. Rig. Hist. I. pag. 175). s) Hemmingus Gadd. t) Scriptor eventus dimidii
anni in unum coegit, singula hic discernere tempus et spatium nos vetant; legentes ad citatam historiam, quam Allen conscrip
sit, relegamus. n) Die 11 Augusti, auctore Olao Petri (v. supra Tom. I. 2. pag. 333). v) Enuntiatio aliquo modo
corrupta est; de concubina regis cfr. Allen 1. c. pag. 221—223. x) In diebus 9 11 Octobris (v. j-om. I. 1. pag. 76 et
supra p. 84). y) Die 17 Octobris obsidentes urbem intraverunt, (vide 1. c. et Olaum Petri supra Tom. I. 2. pag. 333).

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