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XXVI. EX CHRONICO LUBECENSI REIMAEI KOCK.
pen de Sweden tho bedwingen; hirup hefft der könink tho antworde bekamen, dat se solches mitt guder
conscientia nicht dohn konden, nadem der könink sich mit den Russen, welch nicht glidtmate der hilligen
Römischen kercken syn, verbunden helft, dar auerst der könink andere viende hedde, welch dat rick besche-
dlgen wollen, jegen desuluigen wolden se gerne dem köniuge bystandt dohn. Der könink is sehr törnich gewesen,
he moste ldt auerst darby bliuen laten, auerst meines bedunckens sindt idt de Russen nicht gewesen, de den
Denen de conscientia so enge gemaket, sondern de schwegere vnde Öhme, so se in dem rike Sweden hedden.
Idt is in dissem jahre im winter in Dennemarken so grott schnee gefallen, dat beide minschen
vnde peerde im schnee ersticket sin.
Idt sindt de Russen ditt jahr auermahls in Finlandt getagen vnde veele volckes vermordet i), auerst
her Steen Sture gubernator in Schweden is auer de Russen gekamen vnde [hat] se erschlagen, dat gar wei-
nich daruan gekamen sin. Hiruth hebben de Tartern orsake genamen vnde sindt den Russen int landt ge
fallen, vnde merckliken groten schaden gedahn; idt hebben ock de Tarteren angebaden ein verbuntnus iegen
de Rassen mit ehn tho maken; her Steen Stur hefft ock vth Dutscher nation einen höuetman mit namen
Jost Lorberek) mitt etliken knechten vörschreuen, auerst dewiele de Dudischen knechte der Swedischen
vnde Finnischen spise nicht gewahnet, sindt se fast alle in schorbuke D gestorwen.
Idt hefft in dissem jahre Könink Hans van Deunemarcken etliche kriegeslude mit etlichen Russen
van Kopenhagen affgesandt im geruchte als wolde he se vp Gottlandt gesandt hebben, auerst se sindt in
Finlandt an einem ortt, welch de Osterboddem hett, gesegelt, darsuluest hebben de armen lüde disse viende
nicht vermodet, darumme hebben se an den armen luden allerley motwillen bewieset, ock so gruwsam, datt
ick idt nicht beschriuen mach m).
Dutt jahr hefft her Steen Sture ein slott verlaren, ivelches de Russe iegen der statt Narue auer hedde
gebuwetn) vnde is so thogegahn. Thom ersten hebben 80 Dudesche knechte datt slott angefallen vnde in-
genamen, darna is de hupen der Sweden gefolget vnde hebben de büte genamen, auerst nicht glick mitt den
Dudischen delen willen, ditt hefft den Dudischen verdraten vnde hebben mit den Ssvedischen einen hader
angefangen vnde thom latesten de borck sampt der Vorstadt angesticket vnde hebben noch Swedische noch
Dudische sick der büte erfrowen können. — — — — — — — — — — — — — —
Anno 1497. — — — Darbauen is angetöget, wo köninck Hans veele fûtes möye vnde geldtspildinge
gedahn, datt ehn de Sweden vor einen köninck annehmen vnde huldigen scholden. Vnde wowol de bischoppe
umb ehres genetes (!) willen sampt etliken vam adel dem köuinge ehren guden willen ertöget vnde tlioge-
secht, hebben dennoch de meisten vam adel vnde de stede sampt dem gemenen manne van ehrem heren dem
gubernatorn nicht affstahn edder vnder de Denschen sick begeuen. Derhaluen hefft sick köninck Hans vor-
genamen dat ricke Sweden mit gewalt vnder sick tho bringen vnde hefft vörschreuen einen hupen landes-
knechte, de up dat mahl wurden de Garde genömet, vnde ehr geruchte was weldich grott, als konde se
nemandt auerwinnen o); dusse lett de köninck dorch dat landt tho Holsten in Dennemarcken kamen vnde
toch darmit an de Sweden, he lett ock mandat vthgahn, he sende ock sine breue vnde sendebaden an dé
van Rostock, Lubeck, Wissmer, Sunde, vnde de anderen Wendischen seestede, dat sick nemandt verdristen
scholde den Sweden thofohr tho dohnde vnde so des köninges vthliggere iemandt wurden bekamen, densul-
vigen wolde de köninck alss viende achten vnde mit ehnen handelen. Hir ginck de hader twischen dem
köninge vnde den Wendischen seesteden an, wente de koplude in den Wendischen steden hedden ehr gudt
vnde gesellen in Sweden, ahne wat [o:dat] de stede mit den Sweden in verbuntenisse wehren. De köninck
gaff den van Lubeck gude svorde, he sende van dem adel vth Dennemarcken tho Lubeck, dorch welchen he
sick wolde verseggen p) mit worden vnde schrifften, dat he nemande denn aliéné sinen vienden den Sweden
wolde schaden thofögen, auerst darna befandt idt sick vele anders, de köninck rustede schepe tho, welche
scholden in de Westsee lopen vnde nemen vele schepe, Engelsche, Frantzoser, Britannier, Schotten, idt was
alles pris. He heit an de Hollander, welcke mit solte in Lifflandt wolden, also krech de köninck mit der
hast einen hupen schepe vnde schöne schepesrustinge. Idt weren ock vele verdoruen koplude, welck sick
by dem köninck makeden, nemen orsake vth der lucht qq dat se vp den Wendischen steden möchten nemen ;
se hedden alle by dem köninge platz, wolO eine bute halen wolde, dat also beide de Ost unde Westsee so
vnfelick s) was. Woll men schepe nemen kunde, deme wart tho Copenhagen vergunnet, dat he parten vnde
i) Hoc aperte irruptionem subitam Ruthenorum in Finlandiam initio mensis Februarii anni 1496 respicit (v. supra Tom.
I. 2. pag. 193). k) Jost Lagerber in literis Sveticis appellatur (v. Skandin. Handl. XVIII p, 41). 1) Scorbutus,
m) Ruthenos hac restate Ostrobotniam vastasse certum est (v. supra Tom. I. 2. pag. 194 et Akiander, Utdrag ur Ryska Annaler
in Suomi, an. 1848, pag. 161); num Dani quoque participes fuerint, nescimus. n) I. e. Ivan-gorod. Die 19 Augusti ob
sessio instituta et d. 26 Augusti arx expugnata est (v. supra Tom. I. 1 pag. 69 et 2. pag. 194, Akiander 1. c. pag. 162 et Schir
ren apud Bunge. Liv-Est-und Curl. Archiv VIII pag. 223). o) De hac famosissima legione conductitia cfr. Hvitfeldt, Dänin.
Rig. Krön., in 4:to, VI. p. 125). p) Obligare se. q) Es aere praetextus sibi suinserunt. r) Quisquis.
s) Insecurus.
Tom. III. L 62 *

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