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XXVI. EX CHEONICO LUBECENSI EEIMAEI KOCK.
einen keyserlicken legaten ehrlich entfangen vnde geholden, dennoch lett he nicht aff dat loff des guber
natoris tho prisen; datt hefft den Holstenern ock verdroten. Idt is vp dat mahl ock ein legate des Grott-
försten vth der Muschow tho Lubeck gewesen, welcker ock tho dem keiser reisen wolde. Derhaluen sindt
disse thosamen ferdich geworden tho reiseu, auerst idt wehren etliche grotes nahmens im lande Holsten, de
ick nicht nennen will, de dar wachteden vp de gesandten, auerst als idt den heren van Lubeck verspehet
wartt, hebben se de legaten mitt ehrem höuetman vnde allen deneren begleitsagen laten. — — — —
Anno 1495 — In dissem Jahre hefft der Kusse edder Muschowiter dörch vervörderinge könink
Hans van Dennemarcken sick vorgenamen de Sweden tho bekriegen in Finlandt, vp datt, also herr Steen
Sture vth Sweden in Finlandt gelocket [were], könink Hans mit den vornemesten ridderen vnde bischoppen
im ricke handlen möchte, datt se herr Steen Sture verleten vnde ehn thorn köninge annehmen, den wowol,
de handelunge vele hemlich geholden werden, konde man doch thom apenbahren hader vor Steen Sturen gu-
bernatorn nicht kamen, derhaluen wart de handel mit den Russen, wo gesecht, also vorgenamen, auerst idt
is vp disse wiese dem herren Steen Sturen tho weten geworden. De Muskowiter edder Kusse hadde 4 mönne-
ken vergunnet in sinem lande ein kloster tho buwen, van dissen nam he twe vnde w'olde, dat se sine breue
an den könink van Dennemarcken bringen scholden, als auerst de guden lude tho Reuel kemen vnde be-
fruchteden sick, dat etwas in den breuen möchte sin, datt velichte thom verderue etlicher Christen lande
vnde lüde gereken mochte, hebben se de breue dem rade van Reuel auerantwerdet. Als nu herr Steen dorch
gude lüde gewarnet [is], hefft he sine sake in acht genamen vnde vp bestemmede tidt, als de Russe de
slatt Wiborch in Finlandt hemlich anfallen wolde, hefft se herr Steen also wdlkamen geheten, datt erer nicht
veele wedder tho hus gekamen sine), vnde hefft de statt Wiborch mitt 500 dudische knechte besettet vnde
is na Calmeren geilet d), doe) he nu fandt, dat könink Hans abredes 8 dage aldar gewesen was L.
Idt was auerst köninge Hansen ein besöndrich vngelucke wedderfahren, als he to Calmeren was
gekamen g), denn als baldt de könink van sinem schepe im bohte tho lande gefahren was, kum dat
de köninck datt landt anrörede, quam dat fuer im schepe int puluer vnde dat ganze schip is verbrandt
mit alle des köninges kleidern, klenodien, segel vnde breuen, vnde is dem köninge grott schade wedderfah
ren. Idt hedde der köningk by sick im schepe einen mathematicum, der sick vor einen sternkiker vthgaff,
auerst he hedde dat geruchte, dat he ein töuererh) sin scholde; dissen hadde de köning gantz leeff. Dis-
ser hadde den könink upgeholden, datt he nicht tho schepe gähn scholde, darumme dat de teken im hem-
mel noch keen frundtlick, sondern ein vngunstig angesichte thom köninge gewandt hadden.
Auerst nu hadde he idt recht gedrapen, denn do datt krudt vpginck, förede dat fuer dissen sterne-
kiker in de lufft höger, als de mast was, dat ock der köning vp dem lande sampt denen, so by ehme weren,
idt angesehen, auerst de sternekiker wartt na dem dage nicht mehr gesehen. Dem köninge hefft idt ock
vp dat mahl na sinem willen nicht gegahn, vnde dewiele des Russen vernemendt ock gefeilet, hefft he den
dudischen knechten orloff gegeuen, wente [o:welche] als se wedder in Dutschlandt kemen nicht wüsten, wo
spöttisch se van dem köninge reden velden [o:wolden]. Idt hefft de köningk van Dennemarcken ditt jahr
noch 4 andere schepe verlaren, 2 sindt dorch storm vmmegekamen, 2 sindt verbrandt; hir muchstu fragen, wo so
veel schepe verbrandt sin; de orsake will ick dy seggen. Vor disser tidt w'uste men nicht, dat men geschütte
thor seewardt föhren konde, armbörste weren aliéné thor seewart de wehre, derhaluen wüste dat volck mit
dem puluer so noch nicht vmthogahn; idt weren vp dat mahl de bussen, de men thor see gebrukede, auer
3 vote nicht lanck; van missinges geschütte thor seewart thoföhren dede men noch anno 1511 ock noch nicht
weten, denn tho der tidt habben de Kubischen erstmals sölcke grote geschütte jegen den köningk vnde der
könink jegen de Kubische gebruket. — — — — — — — — — — — — — — —
Anno 1496 In dissem jahre hefft könink [Hans] de bischoppe vnde den adel in Denne
mareken by einander gefördert vnde van ehn begehret, dat se sick rüsten wolden vnde ehm hel-
c) Scriptor errat, cum Stenoni Sture hanc victoriam super Euthenis attribuit; Kanutus Posse vir erat, qui urbe Wibur-
gensi contra Ruthenos defendenda immortalem gloriam acqvisivit (cfr. Cbron. Rhytm. et Olaum Petri supra Tom. I. 2. pag.
189—191 et 329 atque epistolam episcopi Magni d. 6 Januarii an. 1496 datam apud Arwidsson, Finska Handlingar, VI. pag.
91). d) Etiam hic lapsus inest. Steno Sture, ad Finlandiam exeunte anno 1495 transivit, ut diplomata certum faciunt;
tractatus vero Kalmarnensis, cui interfuit, jam die 1 Septembris ejusdem anni habitus est (v. Hadorph, Bim-Krönik. 2 pag. 354).
e) Forte wo legendum. f) Hic quoque scriptor errat. Et Johannes rex et consiliarii ejus dicunt regem sex septimanis
adventum Stenonis Sture et consiliariorum Sveciæ, qui d. 24 Junii Kalmarniæ adesse debuissent, exspectasse (v. literas regis
sine anno et die apud Fryxell, Handl. rör. Sveriges Hist. IV. p. 3, 4 et literas legatorum Daniæ d. 31 Julii Kalmarniæ datas in
Geh. Archiwets Aarsberetninger IV. pag. 277). Neque usquam reperimus Johannem regem et Stenonem tunc Kalmarniæ conve
nisse; contra regem d. 16 Augusti Havniæ invenimus (Hadorph, Rim-Krön. 2. p. 353). Fortasse calamitas illa, qua classis regia
afflicta est (v. textum infra), jam tunc acciderat regisque reditum effecerat; nisi, quod probabilins videtur, res ita se habet, ut
cum rex denuo versus Sveciam vela faceret, tempestas classem in litore Blekingiæ deprehenderit, eamque ita affecerit, ut rex ab
itineris continuatione deterritus sit. g) Seqventem calamitatem non in fretu Kalmarnensi, sed inter scopulos Blekingiæ
prope Ronneby accidisse Rosæfontanus (i. e. Johannes Svaningius) in Chronico Johannis regis an. 1560 scripto et edito atque
Hvitfeldt, qui sine dubio eum seqvitur (Danm. Krön, in 4:to pag. 117) tradunt. h) Magus.

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