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XXVI. EX CHRONICO LUBECENSI REIMARI KOCK.
van dem nke Dennemarcken unde erwehleden sick ein höuet unde wowol de nafolgende köninge van Denne
marcken mennigerley anschlege unde unköstinge vorgenamen dat rike Sweden an de krone Dennemarcken
tho bringen, so hebben se idt doch tho neneu bestendigen gehorsam können bringen bett in dissen hudi^en
dach Anno 1551, dar ick ditt schriue. — — — — — — _
1474. ( Epistolam ab ignoto auctore sine dubio ad Stenonein Sture gubernatorem scriptamt), in qua
secretum foedus Kristierni Li cum aliis principibus contra Sueciam initum traditur, hic praeterivimus. Ad
textum chronici pYoprie non pertinet; jam a Grautoffio edita (Lubeckische Chroniken, II. pag 708—712)
iterum ex pluribus descriptis his diebus divulgata est {vide Styffe, Bidrag till Skandinaviens Historia etc.
Tom. IY).
Anno 1485 — — — In demsulvigen jahre hefft in dussen Wendischen steden etlichermate veele
junges volckes de pestilenzie wechgenamen, auerst in Sweden hefft de pestileuzie geschwinde regeret. Vnde
is vp dat mahl ein Römisch legate in Sweden gewesen a) mit afflate, den de pestilenzie den budel mech-
ticli gefullet hefft. Jodoch hedden de auericheit unde bischoppe geleret, dat de legate mit ihnn muste
parten unde buten v), den eine gude brade *) hefft [helft] mehr den einen guden beten, als de prophète secht
si vitebas [o:-abis] furem, currebas [c:-ebis] cum eo. — — — — ___ —
Anno 1487. — — — Idt hedde köning Hans van Dennemarcken etliche tidt, dewile he im regi-
mente gewesen, verhapet, de Sweden scholden ehme huldigen vnde vor einen köning annehmen, auerst
dewiele de gubernator in Sweden ein gudt regiemente heit, was de gemene man woll mit ehme tho
freden, unde begehreden des köninges van Dennemarken nicht. Derhaluen hefft de köning mitt gifften
unde gauen den bischop in Sweden an sich getagen, welch darna etzliche van der ßidderschop auerre-
det, dat se dem köning wolden laten in dat ricke Sweden kamen unde ehme huldigen ; manck dissen
is de vornemste gewesen herr Iwen Axelly', ein ridder, welchem herr Sten Stuer dat slott unde landt,
welches Göttlandt is genömett, hedde ingedahn unde befahlen. Der sulvige droch dem köninge dat landt
vp unde huldigede ehn als sinen heren unde köning, auerst herr Steen Stur gubernator de is mit gewaldt
gekamen unde hefft herr Iwen Axel up dem slate z) beiecht, auerst herr Iwen hadde dar tho gedacht unde
quam in der nacht wech mit einem bote in sin gude, welches 14 miele van dar wasa) vnde alsbalde leth
he sick als ein viende des gubernatoris apenbaren sehen vnde lett sick in der see sehen vnde nam ahn alle
recht dre schöne schepe. Als de könink vernam, datt herr Steen dat landt wedder ingenamen hedde, hefft
he sine schepe gerüstet umb dat landt wedder in tho nehmen vnde hefft ock an de heren van Lübeck vmb
hülffe gelangen laten, auerst de hebben ehm dat versecht, wormit se gar klenen danck verdenet hebben. —
Anno 1491 — — — Idt hefft ditt jahr keiser Maximilianus einen ridder an den gubernatorem in
Sweden herr Steen Sturen gesandt etlike wichtige werue tho vörrichten b . Dissem ridder hefft herr Stein
Sture ehrlick entfangen nude affgerichtet, dar tho ock förstlick begavet An dissen legaten hefft könink
Hans gar ke[i]nen wolgefallen gehatt, den he wolde vor einen könink in Sweden sin geholden, auerst de
ridder verbitterde de sake noch mehr, denn wor he in Dennemarcken quam, dar he dörch reisen moste, be-
römede he den gubernatorem herr Stein als ein framer dogentsahm [man] vnde [van] forstlich gemöte. Dit
verdrott den Denen auer de mate sehr vnde wo de ridder nicht gewarnet wehre,‘hedde he velichte in ge-
fahr gekamen; derhaluen is he to schepe tho Lubeck gekamen. Ein erbar raht van Lubeck hefft ehn ock als
t) In descripto quodam hujus epistolæ in archivo Lubecensi servato dicitur, hoc foedus post mortem Kristierni I:i per Can
cellarium quendam ejus Stenoni Sture communicatum esse (v. Nord Albingische Studien, VI. Kiel 1858, pag. 120). u) Barto-
lomæns de Camerino, qui jam in Augusto au. 1484 Holmiain venit (.v. Reuterdahl, Svenska Kyrk. Hist. III. 2. pag. 350). Chro-
nicon Slavicum (v. infra excerptum) annum 1484 recte exhibet, v) Dividere. x) Caro assa. y) Ivar Axelsson
(de gente Tott). z) Non Wisborg in Gotlandia, ut Kock credere videtur, sed Borgholm in Ölandia, ex qua arce jam ob
sessa Ivarus clam nocte d. 15 Februarii an. 1437 in Gotlandiam confugit (v. Kalend. Trollianum supra Tom. I. 1. pag. 233). De
cetero Kock temporis seriem disturbat, nam demum post bellum cum Stenone Sture ortum Ivarus auxilium Johannis regis in mense
Aprili, ut videtur, petivit (Die 5 Maji Havniæ rex viris, qui literas ab Ivaro tradiderant, pecunias solvit; v. Danske Magazin,
4:de Række, I. pag. 71). Die 25 Maji. Johannes cum classe fretum Öresund reliqvit, ad Gotlandiam iturus (v. Chronicon Caspari
Weinreich infra), qua terra in mense seqventi potitus est., antequam Steno Sture aliquid suscipere poterat (vide Chronicon Rhyth
mic. supra Tom. I. 2. p. 182—187, 196, Olaum Petri 1. c. pag. 325-327, diplomata apud Hadorph Rim-Krön. II. p. 338, Hvitfeldt,
Kong Hans Kr. in 4:to, pag. 69 et Geheime Ark. Aarsberetn. IV. pag. 273). a) Sc. Wisborg in Gotlandia. b) Legatus
erat°Doctor Georgius von Thurn, consiliarius Maximiliani regis. His ab principe suo in Russiam missus est primo in »state anni 1490
una cum legato Eutheno, (Trachaniotes) qui Maximilianum Francofurti convenerat. In eodem autumno ad Germaniam iidem legati
redierunt, Dauiam quoque in itinere visitantes, cujus rex una cum principibus quibusdam Germanicis itineri impedimenta offerre
conatus erat; in vere anni 1491 Maximilianum in Nürnberg reperierunt (v. Karamsin, Gesch. d. Russisch. Reichs, VI. p. 165—177
Rio-a 1824) Statim post Thurn denuo ad Sveciam et Russiam missus est in eodem anno 1491 (v. Karamsin 1. c. et Lichnowsky,
Gesch. d. hauses Habsburg, Tom. 8. Wien 1844 in 8;vo, Regest, n. 1557, 1746, 1747 et 1751; tria ultima regesta aperto lapsu
ad annum 1492 pro 1491 relata sunt) et a Moscovia demum in æstate anni 1492 rediit. Insidi» illi positæ, quas Kock memo
rat. in reditum legati ad Maximilianum cadere videntur, ut narratio in textu ad ineuntem annum 1491 probabiliter sit referenda.
— Certum est Georgium v. Thurn in autumno anni 1491 Sveciam visitasse et inde in Russiam iter continuasse (v. literas in
Handlingar rör. Skand. Hist. XXII. pag. 39).

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