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XXVL EX CHRONICO LÜBECENSI REIMARI KOCK.
Ouerst de köningk leth sinen grimmigen torng) sehen und leth den burgermeister van Danzig dre
dage liggen, ehr he ehm binnen dem Holme wolde geleide geuen. Dartho aise disse heren thom bandel
quemen, wurt disse burgermeister van Danzig van dem köninge sehr öuel unde hönisch entfangen, unde
wowol de heren van Lubeck unde de geschickeden des hertogen van Holsten vele flites worvendeden in
höpeninge den twist bytholeggen unde frede anthorichten, so wolde idt doch nergen tho. Derhaluen de
köningk in egener persohn upstundt unde sprack tho dem burgermeister van Danzig aldus: "Ick köningk
Christiern van Dennemarcken, Sweden unde Norwegen, entsegge juwen heren, den köningk van Palen, alle
sinen landen, dem lande unde steden tho Prussen, unde der statt Danzig, disse entsegginge do ick mit
allen minen dren riken unde mit den meisten dele miner rede umb des hauemeisters unde des ganzen or
dens der crutzheren wdllen; idt sy denne, dat gy se vor heren wedder annehmen.
Hirup gaff Reinholt, burgermeister van Dantzig, unverzaget aldus tho antworde. Ick her Reinholt,
burgermeister van Dantzig, in der macht darinne ick sta van wegen mines gnedigen heren, des königes van
Palen unde siner lande unde des landes tho Prussen unde van wegen der statt Danzig entsegge ick wed-
derumme juwer gnaden unde alle juwen dren riken unde allen juwen mannen.
Mit dissen worden ginck her Reinholt tho schepe, reppede -sin segel unde leep na Danzig, und aldus
was alle arbeidt verlaren. Ouerst de heren van Lubeck wen[de]den allen mögeliken flitt an, dat de twist
möchte bygelecht werden, unde bearbeideden by dem köninge, dat he vorordende dre ridder uth sinem rade
mit namen her Nicolaus Ronnowen, her Magnus Grein h) unde her Magnus Presbergeri) Dissen gaff he
vullenkamene macht tho handelen, so men de sake twischen den orden unde den steden in Prussen konde
verdragen. Disse ridder hadden ein ieder sin eigen schip unde quemen up S. Johannis ) Baptiste mit den
heren van Lubeck tho Danzig. Aldar nemen se de sake mit ernste vor, thom ersten, dat de stede Danzig
etc. scholden de heren vam orden wedder vor heren annemen, thom anderem, w r o men möchte twischen dem
köninge van Palen und sinen landen unde dem köninge van Dennemarcken unde sinen riken frede wedder
maken; ouerst idt wolde tho keinem-frede an jeniger siden reken.
Dennoch nemen sick de heren van Lubeck vor unde de ridder bauen genömet mit dem hauemeister
van Prussen in egener persone tho reden in höpeninge etwas gudes uth tho richtende. Idt wurde ehm
vergunnet, unde de hauemeister beschedede se up dat hus Pishusen 1), darhen se ock [wurden] van des könin-
ges van Palen volcke stadtliken beleitsaget. Alse de heren tho Fishusen quemen, wurden se ehrliken ent
fangen unde funden dar den hauemeister van Prussen, den bischop van Samelande, den heren van Blancken-
stein, hoftman van Königsbevge unde doctorem Jacobum ock einen Crutzheren. Mit dissen hedden de heren
einen langen handel; wat averst dar beschlaten is, finde ick in schrifften nicht vervatet.
Ouerst alse se wedder tho Danzig quemen, wan de dagefart up disse wise einen ende, dat affgeropen
unde verkündiget wurt up den avendt Jacobi apostoli m), dat ein velich dach were upgenamen twischen dem
köninge van Palen unde sinen landen unde luden unde dem köninge van Dennemarcken unde sinen riken,
welck angahn scholde negstfolgenden Bartholomein) und dat umb warende jahr beth up Bartholomei
negstfolgenden, unde dat men binnen der tidt up Meydacho) effte einen andern dach tho Lubeck elfte tho
einer andern stede wolde holden einen dach, dar de parte scholden erschienen, unde andere heren unde frunde
dartho vorschriven, unde allen mögeliken flitt vorwenden, dat ein bestendich frede möchte angerichtedt wer
den. Alse ditt was uthgeropen, tögen de heren wedder na Lubeck p) — — — — — — — —
Anno 1470. — — In dussein sulvigen jahre vor Pingesten starff Carl Knutjson] köningk in
Sweden q), denn de Sweden veermahlr) vörringerden unde wedderhaleden; dennoch is he in regimente gestor-
uen. Auerst so balde he verstoruen, wart ein grott twist in dem rike Sweden, wente vele, welck köningk
Christeren verwant, hedden gerne gesehen, dat dat gantze landt dem köninge gehuldiget hedde, auerst dar
wolden vele nicht in volborden, repen unde klageden, köningk Christeren hedde nicht geholden, wes he ge-
lauet etc., derhaluen wolden se einen nien köning erwehlen. lodoch wart de erwehlinge des nien könin-
ges dorch de bischöppe vnde etliche van den auersten des adels vertögert s; unde thom latesten erwehleden
se einen ridder mit namen her Steen Stur unde hedden ehn gern de krön gerekent, auerst he wolde sick
der ehre [nicht] annemen, men he lett sick einen gubernator heten, also geuen sick auermahl de Sweden
g) Zorn , ira. h) Lege: Gren. Svecuserat; de eo cfr. supra pag. 225. i) Lege: Werner Parsberger (cfr. Diplomatarium
Kristierni I:i pag. 100). Ille et Claus Rönnow consiliarii Dauici erant. k) Joh. Lindau narrat R. Niederhoff die 23 Junii,
legatos Kristierni d. 24 et 25 Junii Gedanum pervenisse. 1) Lege: Fisehhusen, oppidulum prope Pillau apud sinum Fri
sche Haff. m) Die 24 Julii. Indutiæ inter Kristiernum et regem Poloniæ d. 28 Julii Gedani signatæsunt, (Dipl. Krist. I. p 100)
quare minus verisimile est, eas jam die 24 Julii promulgatas. Schütz narrat legatos die 28 Julii Gedanum (a Fischhusen rever
sos) intrasse. n) Die 24 Augusti. Ipsae literæ foderis supra citatae indutias a die obsignationis i. e. a die 28 Julii,
intium capturas esse statuunt. o) I. e. die 1 Maji an. 1459. De hoc conventu cfr. Styffe, Bidrag etc. pag. csvi et Schütz
1. c. fol. 277—279). p) Die 30 Julii legati Gedanum reliqverunt (Joh. Lindau). q) Die 16 Maji, vide supra pag 236,
not. i. r) Lege twe mal-, annis 1457 et 1465 regno expulsus est. s) Non longe post mortem Karoli regis hæe electio
Stenonis Sture contigit; jam enim die 4 Junii 1470 Steno nomine gubernatoris regni utitur (v. Styffe, Bidrag etc. IV. 1.),

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