Full text: Zur speciellen Geschichte und zu dem Rechte der Herzogthümer (Band 2)

XI 
Thetl tu entretwiren, sind Jedoch bereit, die Coldinger Appanetuation, 
woruach die Krone 3000, die Fürstentümer 1000 Mann tu Fass auf 
£ Jahr Hülfe zu leisten haben, sich gefallen zu lassen. Scharf ist di« 
Erwiederung der Commissarien gegen Prälaten und Ritterschaft wegen 
der in der Proposilion erwähnten schon in den Druck gegebenen und in 
Städten und Aemtern publicirlen Polizei- und Klciderordnung. Die 
Ritterschaft hatte erklärt, sich dergestalll Zeit und Gelegenheit nach an 
ihren Dienern zu bezeigen, dass Königl. Maj. und Fürsll. Gnaden ein 
gnädigstes und gnädiges Begnügen darob haben werden. Die Com 
missarien vermerkten mit sonderbarer Indignation, dass Prälaten und 
Ritterschaft sich erkühnet, derselben geforderten schuldigen Gehorsam 
der Zeit und Gelegenheit nach selbst willig zu modiliciren. Sie wollen 
Prä), und Rittersch. ermahnt haben, hinfuhro die Feder niedriger zu 
führen, und sie injungiren einem Jeden von Prälaten und Ritterschaft 
bei poen 2000 Hlh., solcher Ordnung, so viel ihr Gesinde betrifft, ohn- 
fehlpar Folge zu leisten. Oie Stände erklären sich in der Duplik für 
die Coldinger-Appunctualion, auf die Hauptbeschwerde der Stände wegen 
der Lirenten erwiedern die Commissarien, dass diese Steuer nicht gegen 
das Wesen der Privifegien von 1524 und 1003 sei, jedenfalls habe man 
dieses Mittel, um Geld zu erhalten, wählen müssen, weil kein anderes 
dagewesen. Die Resultate der Verhandlungen dieses Landtags vom März 
1637, so wie des folgenden vom Septbr. 1037 liegen zum Theil in den 
gemeinschaftlichen Verordnungen aus dieser Zeit vor. (Vergleiche auch 
Bd. I des Verzeichn., S. 74, 75). Zu dem letzteren Landtage, im Sepl. 
1037 zu Kiel, halte der ton Seiten des Landesherrn gemachte Ab 
schluss der Union Veranlassung geben. Nach diesem Abschluss war 
dieser Vertrag am jüngsten zu Gottorf ongestellten Criininalgerieht den 
anwesenden Käthen und aus der Ritterschaft zur Subscription, Subsig 
nalion uud Exlraditiou übergeben worden, diese aber hatten gebeten, 
ihn dem Landtags-Convent zu inlimiren. Die Commissarien tragen des 
halb bei Exhihirung-der Originalurkunden darauf an, Jemand aus dero 
Mitte zum unverzüglichen Unterschreiben und zur Untcrsiegelung des 
einen Exemplars zu verordnen. Die Stände fügten sich dem Andringen, 
bitten dass in Zukunft, wenn etwas zur Aufnehmung und Gedeihlichkeit 
dieser Fürstentümer sollte vorgenommen werden ihre Notdurft vorher 
vernommen, und erklären, dass die abgemachte Hülfe doch secundum 
Proportionen) in uniono delintlam zu verstehen sein werde 
Zu dem nächst folgenden Kieler Landtage am 19. Janr. 1638 waren, 
was in dem Verzeichniss (Bd. 1 S. 75, 76) anzugehen versäumt ist, nur 
die in Kiel anwesenden Ho 1 s te i n i s e heu Stände berufen. Die Land 
räte halten in ihrem Bedenken die Verantwortlichkeit der Proposilion
	        

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