Full text: Zur speciellen Geschichte und zu dem Rechte der Herzogthümer (Band 2)

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«ie bittet, sie mit der Gage des Obersten Rantzau zu verschonen, da er 
der Ritterschart Leute nicht zu cnmniandircH habe. Endlich wird unter 
andern gebeten, die Landtage 6 Wochen vorher zu intimiren, die Pro 
position den Landrbthen vorher zu communiciren und deren Bedenken 
zu vernehmen. 
Dieser Verhandlung mit der Ritterschaft folgte im Januar 1636 eine 
Verhandlung mit dem Ausschüsse der Stände (Bd. 1 S. 72, Bd.2 S. 286) 
da die Angelegenheit wegen des Prager Friedens und der davon abhän 
genden Anlagen in möglichster Enge zu tractiren sei. Der Anschuss 
erklärt sich für fncompent in dieser Frage, Btt aber bereit, auf den 
zweiten Pnnct, die Revision der Landgerichts-Ordnung, einzugehen; vor 
der schliesslichen Erledigung werde auch diese Sache an die Stände zu 
bringen sein. Auf dem folgenden Kieler Landtage im März 1636 (Bd, I 
8. 73 und 74, Bd.2 S. 286) wurde wegen der Landesdefenslon, wozu 
die Stände 4 Rlh. von jedem Pflug und jeden 1000 Rth. bewilligten, 
wegen der Landgerichlsordnung, Pollceiordnung und Predigerwahl ver 
handelt. Die Verhandlungen des nächsten Landtags im Oclober 1636 
(Bd. 1 S. 75) gingen auf eine Collecle zur Bezahlung der Soldatesque, 
auf die Inlimirung der fürstlichen Aussrhreiben diftch Bekanntmachung 
in den Kirchen nicht mehr durch Boten, und auf die Visitation der 
Kirchen durch den Oenernlsuperintendcnten. Die Stände erklären sich 
gegen die vorgesehlagenc Intonation und lehnen die Visitalionskosten ab. 
Der nächste Landtag im März 1687 (Band 1 Seite 74) ging wieder 
hauptsächlich auf die Extension der Union. Die Stände lehnen diese 
anderweitige Extension der Union ab, nachdem bereits 1623 dieExtcnslo 
unionis recapiluliret, sic bitten es bei der renovirlen Union zu lassen, 
beschweren sich über die unerträglichen Licenten nnd die Erhöhung des 
Zolls, wiederholen die frühere Bitte wegen der Kosten der Visitation 
bei welcher das jus patronatus nicht zu beschränken sei und bitten, 
das geistliche Uonsistorium pari nnmrrn mit adel. mid gcl. König), und 
fürstlichen Käthen zu besetzen. Es werden ausserdem mehrere Grava- 
mina vorgebracht, dass im Kloster Uetersen Fremden Expectanzen be 
williget, die Stadl Kiel bittet, dass das in der Polizeiordnung verbotene 
Läuten bei Leichenbegängnissen zum Besten der kirchlichen Einkünfte 
wieder freigegeben w erde, sie klagt, dass, weil denen, so im dritten und 
folgenden Stande, nicht zugeiassen. auf dem Kieler Tanzsaal Hochzeiten 
zu halten , der Tanzsaal nicht unterhalten und die Zinsen des hohen 
Kaufpreises nicht gezahlt werden könnten. In der Replik dringen die 
Commissarien wieder auf dir Extension der Union, hallen es für ange 
messen, dass die Hülfe, so lange der Krieg, welcher nach Einhalt der 
Union angefangen nnd geführt wird, dauere, von dem tuccurrirenden
	        

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