Full text: Zur speciellen Geschichte und zu dem Rechte der Herzogthümer (Band 2)

IX 
6 Jahre so hart and eifrig gedrungen , E. K. Maj. auch beeden Kon 
trahenten solches vor nütz- und erspriesslich angesehen und dan Ew. 
F. Gn., als bei der die Direction der ganzen Handlung bestanden, es 
also gnädig approbirt und genehm gehalten; so ist endlich einmülhig 
dahin geschlossen, dass E. K. M. desfalls gehorsamst an die Hand zu 
gehen und mehrerwehnte Appunctuation von denen löblichen Land 
ständen ebnergestalt an ihrem Ort in allen Puncten und Clausuln zu 
a|iprobiren, ratiflciren und anzunehmen, jedoch mit diesem Reservat und 
Vorbehalt, dessen wirrailE. F.Cn. inUnterthänigkeiteins. -4 Die Stände wol 
len l)dass der Muster-undSammelplatz von jedemconfödcrirten Theil in 
dessen eignen und nicht des andern resp. Königreich und Landen an 
gelegt und geordnet werde, 2) dass der requisitus den geschickten Succurs 
unterhalte, 3) dass nach Ablauf von 6 Jahren diese neue Konföderation 
ipso jure erloschen sei und dieses in $ 10 heller exprimirt werde, auch 
die Worte: r wegcn ungleicher Proportion -4 vor Präjudiz in $ 10 einzu- 
scballen. Der Herzog ward gebeten, ein Konccpl machen zu lassen, es 
den Amtleuten zu Flensburg und Gollorf, auch G. Buchwald, P. Rantzau 
und dem Landsyndikus Dr. Theod. Dankwerlh zu cummuniciren ; das, 
was dabei erinnert,“ solle in Obacht genommen und, wenn man sich 
darüber verglichen, I. K. M. nach Kopenhagen zu vollziehen eingescbickt 
werden. 
Die auf den Kieler Landtag vom Juli 1031 folgenden Actenstücke 
(Bd. 1 S. 71, 72) sind nur Verhandlungen mit dem Ritlerschafllichen 
Konvent in Kiel im April 1033 I) wegen des dritten Termins des Do- 
nativs Kur den Herzog, 2) wegen der Anlage-Restanten, 3) dass der an 
die Kaiser!. Majestät wegen des Prozesses mit Herzog Joh. d. Jüngern 
abzusendende Landcanzler mit Geld zu versehen, 4) dass in Schleswig 
nach dem Ouartalsgerichtstage wegen Revision der Landgcrichtsordnung, 
wegen Besetzung eines geistlichen Konsistorii und peinlichen die Ritter 
schaft betreffenden Gerichts eine Verhandlung statt linden solle, 5) wegen 
einer auf ausländisches Bier und Branntewein zu legenden Accisse, 
0) wegen der Bestallung und Gage des Obersten Rantzau, welchem die 
Generalaufsichl der Defension übertragen und 7) wegen des eingedickten 
Schwedischen Kriegsvolks. Die Ritterschaft des Fürstenlhums Holstein 
bewilligte, dass die Landräthe, im Namen der übrigen Stände des 
Fürstenthum Holstein, 1000 Rth. um gebührliche Zins zu der Reise des 
LamUanzlers aufnehmen und zur Wiedererstattung ehestens eine Kollecte 
angelegt werde, sie bittet, dass die Revision der Landgcrichtsordnung 
in Kiel stall linde. Bei der Acciscfrage seien die Städte interessirl, 
die Acrise sei gegen das 1521 Freitag nach Himmelfahrt erlheille Pri 
vilegium und müsse bis zur Landtags-Kunvocalion verschoben werden,
	        

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