Full text: Zur speciellen Geschichte und zu dem Rechte der Herzogthümer (Band 2)

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S. 344, 345), auf dem Geld zur Haltung von 2500 Mann gefordert und 
verweigert wurde, blieb ohne Resultat. Auf dem folgenden Rendsburgcr 
Landtage im April 1032 (B. 1 S.06,6711.28.340), vor dem ein Mandat auf eine 
nicht bewilligte Steuer am 11. August 1031 (Bd. 1 S. 68, Bd. 2 S. 345) 
erlassen werden, ging ohne grosse Resultate hin; der Antrag auf nähere 
Verbindung mit Dänemark ward abgelehnl und gebeten, es bei der Union 
von 1623 zu lassen. DerHcrzog ward gebeten mit der gleichen Forderung 
eines Uonativs von 125,000Rth., wie dem Könige in Lübeck und Itzehoe 
bewilligt worden, zu warten, er erneuerte seinen Antrag auf demSchles- 
wiger Landtage im Xovbr. 1632 (Bd. 1 S. 67, Bd. 2 S. 317); wegen des 
Steuermandats vom 11. August 1631 wurden auf dem Kieler Landtage 
im Januar 1633 (Bd. 1 S. 68, 69, Bd. 2 S. 286) eine Prolestation und 
Reservation gemacht und versprochen, dass zu anderu Zeilen dem alten 
Herkommen nachgegangen werden solle. Die Frage, ob cs ralhsam, 
mit Dänemark eine neue Confödcralion zu schliessen, kam auf dem 
Kieler Landtage im April 1634 (Bd. 1 S. 69) wieder vor, und ging das 
Gutachten der Stände dahin , dass das neue Verbündniss nicht perpe- 
tuirlich, sondern nur auf gewisse Zeit geschlossen werde und, so lange 
dieses bestehe, die alte hernach extendirte Union suspondirt sein solle. 
Zu der am 2. Juni 1634 in Coldingen beginnenden Verhandlung des 
Einzelnen dieses Bündnisses wählten die Stände Deputirte: von Prä 
laten Wulff von Buchwald, Cay von Ahlefeldt, von Königlichen und Fürst). 
Landräthen Hinrich Rantzau zu Schraol, Wulf Blome , Jürgen von der 
Wisch, Jürgen von Ahlefeldt, aus der Ritterschaft Schack Rumohr, 
Paul Rantzau zu Kohövt, Detlef Rantzau zu Sillclslorp, Hinrich von 
Ahlefeld zu Lehmkuhl, aus denen Städten Jochim Pislorius Bürger 
meister zu Flehsburg, Rudolph Bicncmaun , Bürgermeister zum Kiel, 
Ericas Moritz, Bürgermeister zu Itzehoe, welche mit Jhr. furstl. Gnaden 
zuförderst über Alles untertänigen Fleisses Communicalion pflegen, 
dero, wie in alle Wege billig, das Dircctorium führen lassen und denen 
von J. K. Maj. angedeuteten Puncten halber bei bevorstehenden Tractaten 
sich ferner vergleichen sollen, und ist der Kosten halber vor billig er 
messen , dass selbige aus denen allgemeinen Anlagen zu nehmen und 
zu entrichten sein. Auf demselben Landtage w urde ein ständischer Aus 
schuss gewählt, um wegen der Defension mit den Königlichen und 
fürstlichen Commissarien zu beraten. 
Auf dem Kieler Landtage im Juli 1634 (Bd. 1 S. 70, 71) wurde 
die Coldinger ünionsappunctualion vom 9. Juni 1634 vorgclegt. Die 
Stände erklärten , „dass es fast bedenklich gefallen, die verabredeten 
Puncte bei so ungleicher Proportion zu approbiren und zu ratibeiren, 
weil jedoch £. K. M. vcrsammcldtc Hochansehnliobe Abgesandte auf die
	        

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