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klar, kein Albamen; keine Ödeme, keine Kopfschmerzen, keine
Erregungszustände, Sehvermögen und Gedächtnis ungestört.
2. Fall. (J.-Nr. 268/00.)
Sophie H., Malersfrau aus Kiel, 25 Jahre alt, 11p. Auf
nahme 30. XI. 00; Entbindung 2. XII. 00; Entlassung 16. XU. 00.
Früher stets gesund. 1. Geburt normal, Kind gesund. L. M.
Mitte Mai 1900. In den letzten zwei Wochen tritt nach An
strengung Ödem des Gesichtes und beider Beine auf, zugleich
starke Kopfschmerzen.
Am 30. XI. mittags 12 h. wird Patientin besinnungslos
und in Krämpfen in der Stube liegend aufgefunden. Im Laufe
des Nachmittages nach Angabe des Mannes bis zur Aufnahme
in die Klinik noch 12 Anfälle; galliges Erbrechen.
16 30 Aufnahme in die Klinik; Patientin in tiefem Koma.
Temperatur 37,9, Puls 84.
16 45 1. eklamptischer Anfall von l x / 2 Min. Dauer, tiefe
Gyanose, schnarchende tiefe Atmung, anhaltendes Koma.
17 5 2. eklamptischer Anfall, Puls 90.
17 22 3. eklamptischer Anfall.
18 12 4. eklamptischer Anfall, Morph. 0,03.
18 40 5. eklamptischer Anfall.
19 15 6. eklamptischer Anfall.
20 15 7. eklamptischer Anfall.
20 50 8. eklamptischer Anfall.
2 1 45 9. eklamptischer Anfall, Morph. 0,02.
Temperatur 37,4; kein Anfall mehr.
1. XII. 00 nachts gegen 3 h. stellen sich die ernten Er
scheinungen von Lungenödem ein, Atmung mühsam, röchelnd,
tiefe Cyanose. Aus Mund und Nase fließt reichlich rostbraune,
schaumige, riechende Ödemflüssigkeit. Durch Tieflagerung Be
förderung des Abflusses. Morgens gegen 9‘/ 2 h. Wehenbeginn.
Tiefes Koma den ganzen Tag über; abends freier, schlägt die
Augen auf.
Urin p. catli. dunkelbraun, die Hälfte der Säule erstarrt;
im Sediment sehr zahlreiche hyaline, gekörnte und epitheliale
Zylinder; keine Blutzylinder; spez. Gew. 1031.
2. XII. 00. In der Nacht größere Unruhe; tiefe Atmung;
Patientin am Morgen freier.

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