Full text: Die Falle von Eklampsie an der Kgl. Frauenklinik zu Kiel vom Jahre 1900 - 1906 incl.

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Von den Lebendgeborenen starben nach der Geburt: 
1 von 33 cm Länge bald nach der Geburt wegen Lebens 
unfähigkeit, 
1 2 i / i Std. p. partum an lues congenita, 
2 7 Std. p. partum unter eigentümlichen krampfartigen 
Anfällen, 
1 am 12. Tage p. partum an Magendarmkatarrh. 
Vor der Geburt war die Frucht bereits abgestorben, so 
daß sich Herztöne nicht mehr nachwoisen ließen, in 7 Fällen. 
5mal starb die Frucht intra partum resp. bei der im Interesse 
der Mutter vorgenommenen schleunigen Entbindung. 
Die Gesamtmortalität der Kinder inkl. der Todesfälle nach 
der Geburt beträgt 17. Davon kommen in Abrechnung 2 lebens 
unfähige Früchte, das post partum verstorbene Kind mit lues 
congenita und das am 12. Tage einem Magendarmkatarrh er 
legene Kind, so daß für die Berechnung der kindlichen Mortalität 
13 Fälle übrig bleiben = 27,6 %. 
Besonders verdient noch hervorgehoben zu werden, daß 
in 1 Fall trotz mehrfacher Untersuchung des Urins kein Eiweiß 
gefunden wurde (No. 12 — Eklampsie post partum mit 12 An 
fällen) und in 1 Fall nur minimalste Mengen von Eiweiß 
(No. 13 = Eklampsie intra partum mit 12 Anfällen). — Außerdem 
wurde bei einer Frau, die bei zwei aufeinanderfolgenden Geburten 
Eklampsie Überstand, ungewöhnlich starker Icterus konstatiert. 
Am Schlüsse meiner Arbeit ist es mir eine angenehme 
Pflicht, Herrn Geheimrat Prof. Di'. Werth für die freundliche 
Überlassung der Themen des Materials, sowie Herrn Oberarzt 
Dr. Hoehne für die liebenswürdige Unterstützung bei der 
Bearbeitung desselben öffentlich meinen verbindlichsten Dank 
auszusprechen!
	        

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