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Genitalbefund: Portio verstrichen, Muttermund mark
stückgroß, Ränder scharf, Scheidenwände recht dick; Blase
steht, nicht vorgewölbt; Kopf zu l / 3 im Becken; Pfeilnaht im
queren Durchmesser.
17 20 6. eklamptischer Anfall, 75Sek., starke Cjmnose, Puls 88;
17 40 Chloralstärkeklysma (3 gr); 18 Kochsalzinfusion 1000 gr,
starke Unruhe; 18 30 Kolpeurvnter, Temperatur 36,5; Puls 72.
7. X. 04 2 25 Blasensprung. 2 35 Geburt aus II. Schädellage;
Kind weiblich, in Totenstarre geboren.
3 h. Placenta mit zahlreichen wandständigen, haselnuß
großen Infarkten. Ruhiger Schlaf, wenig röchelnde Atmung.
Keine Nachgeburtsblutung.
8. X. 04. Puls 88, Kochsalzinfusion 1000 gr.
9. X. 04. Patientin bei Bewußtsein, fühlt sich wohl.
Puls und Temperatur normal.
10. X. 04. Albumen 2,7 %o- Im Sediment noch wenige
granulierte und hyaline Zylinder und Erythrocythen; Schwitzbett,
Ständiger Rückgang des Albumengehaltes, steigende Urinmenge,
beschwerdefrei, Wohlbefinden.
Späteres Befinden: Kommt am 16. Y. 1905 zur Unter
suchung; gravida II. mens. L. M. Anfang April. In der ersten
Zeit nach der Entlassung noch 4 Wochen wegen Nierenleiden
gelegen; fast täglich Kopfschmerzen; Gedächtnis nicht mehr so
gut wie früher; ungefähr 2—3 Anfälle gehabt. Urin reichlich
Albumen, keine Zylinder.
Sektion des Kindes: Luftleere Lungen, zahlreiche
subpleurale und subpericardiale Hämorrhagieen, kugelige Blutungen
der Tricuspidalis; Röte von Schlund- und Kehlkopf; starke
Hyperämie von Leber, Milz und Niere; leichte Trübung der
Nierenrinde; Ecchymosen der Magenschleimhaut, ektatische Blase,
starke Hyperämie der Nebennieren, sowie des Hirns und der
Hirnhäute. Reicht geschwungene Verknöcherungsgrenze am
Femor.
29. Fall. (J.-Nr. 422/04.)
Hedwig L., Botenfrau aus Wankendorf, 26 Jahre, IV p.
Aufnahme 8. XII. 04; Entbindung 8. XII.; Exitus let. 9. XII. 04.
Als Kind nie krank, mittelgroß. 3 Spontangeburten: Wochen
betten fieberfrei; alle 3 Kinder leben. L. M. Anfang März.
Keine Graviditätsbeschwerden, außer seltenem Erbrechen in den

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