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In tiefer Narkose Forceps in II. Schädellage und Geburt
eines weiblichen lebenden Kindes; Puls der Mutter unmittelbar
nach dem Anfall 140 und gespannt. Nach 2 Std. Placenta
exprimiert, ohne Befund.
Urin nach dem Anfall reichlich Albumen, die Hälfte der
Flüssigkeitssäule erstarrt beim Kochen.
Wenige Tage post partum nur noch leichte Trübung, kein
Albumen mehr. Kind und Mutter wohl; keinerlei Beschwerden.
10. Fall. (J.-Nr. 141/02.)
Bertha H., Arbeiterfrau ans Kiel, 26 Jahre, Ip. Aufnahme
20. VI. 02; Entbindung 20. VI. 02; Exitus 21. VI. 02.
Patientin früher nie krank gewesen, groß und sehr kräftig.
L. M. November 1901. Zunächst keine Schwangerschafts
beschwerden; seit 3 Tagen starke Kopf- und Magenschmerzen,
Erbrechen, Durchfall.
Am 20. VI. 02 8 h. angeblich der 1. eklamptische Anfall,
dem noch 12 folgen. Der letzte um 10'/ 4 h. auf dem Transport;
Patientin kommt kreißend in tiefem Koma zur Aufnahme;
Temperatur 39,3. Urin: p. cath. 100 cbcm, reichlich Albumen,
viele granulierte und hyaline Zylinder.
Genitalbefund; Scheide ziemlich erweitert; Blase fehlt;
Kopf zu »/, im Becken; Pfeilnaht verläuft quer, näher dem
Promontorium. Hinteres Scheitelbein stark untergeschoben;
kleine Fontanelle rechts, große links, Knochen sehr stark
zusammengeschoben. Keine Nachgeburtsblutung.
21 45 h. Spontangeburt eines toten Knaben aus II. Schädel
lage. Temperatur 38,7. 21 55 h. Placenta, ohne Befund. Tem
peratur 37,5. Andauernd tiefes Koma und Sinken der Temperatur;
starkes Trachealrasseln. Um 5 h. am 21. VI. 02 Exitus letalis.
Sektionsbefund: Puerperaler Uterus; sehr starke akute
paremchymatöse Nephritis; kleine Blutungen und ikterische
Ödeme des Gehirns; pneumonische Infiltrate, interstitielles und
subpleurales Emphysem der Lungen, des Halsgewebes bis zur
Clavicula. Trübung des Herzens: Rötung des Schlundes und der
Luftwege; fettige Fleckung der Aorta; Ecchymosen der Leber
oberfläche; ausgedehnte Hämorrhagieen der Magenschleimhaut.
Sektion des Kindes: Maceration; völlig luftleere Lungen,
sehr starke Ecchymosen der Pleura, des Herzbeutels, der Thymus.

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