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Zu erwähnen ist noch die congenitale Ophthalmoplegie,
die in einem vollständigen Mangel eines oder mehrerer
Muskeln besteht.
Wie schon oben angeführt wurde, ist die chronische,
progressive Ophthalmoplegie in der Mehrzahl der Fälle nur
ein Vorläufer oder eine Teilerscheinung einer complizierteren
Erkrankung des centralen Nervensystems und zwar ist sie
am häufigsten bei der Tabes dorsalis und der progressiven
Paralyse beobachtet worden.
Unter den die Tabes komplizierenden Affektionen der
Gehirnnerven stehen bekanntlich diejenigen des Nervus ocu-
lomotorius oben an und es tritt hier ganz besonders häufig
jenes als reflektorische Licbtstarre bekannte und zum Ocu-
lomotorius in noch nicht klar gelegten Beziehungen stehende
Pbaenomen hervor, das als ein sehr frühes und zuver
lässiges Symptom für die Diagnose der Tabes von der größten
Bedeutung ist.
In zweiter Linie kommen dann hier die Störungen der
yom Oculomotorius versorgten äußeren Augenmuskeln bei
der Tabes in Betracht, von welchen
D i 11 m a n n in 26 °/o,
Marina 8,9 „
Wilbrand u. Saenger 15,8°/o Lähmungen zu kon
statieren Gelegenheit hatten.
Dabei konnte D i 11 m a n n bestätigen, daß die Lähmung
der Augenmuskelnerven recht häufig die erste Erscheinung
der Tabes bildet und so als neben der reflektorischen Starre
als ein wichtiges Initialsymptom der Tabes anzusehen wäre.
Es bestand nämlich in der überwiegenden Mehrzahl
der Fälle (35 von 41) neben der Augenmuskellähmung das
R o b e r t s o n'sehe Pbaenomen. Unter 41 Fällen fehlten
31 X die Patellarreflexe; der Nervus oculomotorius war 26 X,
der Nervus abducens 12 X> der Nervus trochlearis 3x ge
lähmt, eine Reihenfolge der Häufigkeit, die mit den Er
fahrungen anderer Beobachter übereinstimmt.
Von den äußeren Ästen des Oculomotorius ist nun
ganz besonders häufig wieder der Levator ergriffen. Es
fanden:

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