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Verfolgungswahn sind nach dem eben erwähnten Autor
in seltenen Fällen vorhanden und in neuerer Zeit auch
von Redlich und Kampsmeyer erwähnt.
Eine Reihe von Autopsien bei Huntingtonscher
Chorea haben für die pathologische Anatomie dieser Er
krankung die verschiedenartigsten Resultate ergeben.
Macleod fand 1881 bei einem Fall mehrere fibröse
Tumoren der dura mater, Abplattung der grauen Substanz
in beiden Zentralwindungen und in der 1. und 2. Frontal
windung. In einem zweiten Fall Macleods fand sich
eine Blutcyste der dura mater, Hydrocephalus int., Verdickung
der Pia und Abflachung der Hirnwindungen im oberen
Scheitellappen. — Huber fand 1887 eine Lepto- und
Pachymeningitis, ebenso Greppin im Jahre 1891; dieser
außerdem in der Großhirnrinde herdweise Anhäufung von
perivasculär gelagerten Neurogliazellen und Druckatrophie
von Ganglienzellen. Er bezeichnete dies als subacute
oder chronische Encephalitis. — Oppenheim und
Hoppe fanden 1893 ebenfalls eine chronische, teils diffuse,
teils disseminierte Encephalitis corticalis und subcorticalis
und als deren Folge Atrophie der Hirnrinde, besonders
in den Centralwindungen und dem oberen Scheitel- und
Hinterhauptslappen. — Kro nth a 1 und Ka 1 i s ch e r geben
Verdickung und bindegewebige Entartung der Gefäße,
Atrophie und Kernwucherung in der Rinde an. Auch von
Wollenberg und Facklam wird die Entartung der
Gefäße und das Bestehen einer diffusen oder disseminierten,
oft haemorrhapischen Encephalitis betont. Kattwinkel
fand 1900 Rindenatrophie, Rundzelleninfiltration und da
durch bedingte Compression der Ganglienzellen. E1 i a s s o w
erwähnt 1901 Atrophie des Stirnhirns und Hydrocephalus
int., eine mikroskopische Untersuchung wurde in seinem Fall
nicht vorgenommen. In dem Fall von Weidenhammer fand
sich eine geringe Verschmälerung der Rinde in den
frontalen und centralen Windungen, gleichmäßig verrin
gerter Umfang des Gehirns, Trübung und Verdickung der
weichen Hirnhäute, Hydrocephalus int. Mikroskopisch:
Verdickung und hyaline Entartung der Gefäße in der

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