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Die beste Osteoplastik besteht nach Tillmanns in
der Einheilung lebenden Knochenmaterials mit möglichst
breiter Ernährungsbrücke, also in der Bildung gestielter
Haut-Periost-Knochenlappen; sodann hat man ^Knochen-
defekte homöoplastisch durch Einheilen von lebenden oder
toten Knochenstücken ... zu ersetzen versucht.“
In unserem Falle wurde das Verfahren Bardenheuers
angewandt: in geeigneten Fällen den Knochendefekt durch
gestielte Knochenstücke von einem benachbarten Knochen
z. B. durch Spaltungen des betreffenden Knochens (Mittel
fuß, Mittelhand, Vorderarm, Unterschenkel) zu ergänzen.
(Bardenheuer).
Ein gestieltes Knochenstück ist allerdings nicht an
gelegt worden, aber durch Anfrischen der I. Phalange
ist die Möglichkeit zum Einheilen vergrößert worden.
Man hat seit jeher auch Versuche gemacht, Knochen
defekte durch verschiedenes totes, heteroplastisches Material
zu ersetzen. Und man findet in der Literatur zahlreiche
dementsprechende Fälle, so hat u. a. Gluck (Verhandl.
der deutschen Gesellschaft für Chirurgie, 19. Kongreß 1890)
probiert, Knochendefekte durch Elfenbeinstücke zu ersetzen.
Aber einen dauernden Erfolg hat man nicht erzielen
können, höchstens hat man „durch derartige temporär
eingeheilte Fremdkörper einen Reiz auf die Knochen
bildung ausgeübt“ (Till man ns).
Überhaupt sind in dieser Beziehung die Versuche
noch lange nicht zum Abschluß gekommen, mag man
auch mit der Zeit einigermaßen gute Erfolge erzielen.
Das Beste, wird stets bleiben, Knochendefekte homöo
plastisch durch lebenden Knochen am besten vom selben
Menschen zu ersetzen.
Wenn ich jetzt nochmals ein kurzes Resume unseres
Falles ziehen darf, so möchte ich Folgendes sagen:
Einmal handelt es sich um eine nicht oft vor
kommende Geschwulstform. Im Anfang der Arbeit habe

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