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habe auch einen derartigen Fall von Geschwülsten an den
Fußknochen nicht finden können. Es sei mir daher ge
stattet, einen Fall von Osteochondrosarcoma ossis metatars. I
dextr. hier anzufügen, dessen Veröffentlichung mir durch
die Güte des Herrn Geh. Rat Prof. Dr. Helferieh in
Kiel ermöglicht wurde. Es handelt sich um einen 42 Jahre
alten Zimmermann A., der am 27. Mai 1907 in die Königl.
chirurgische Klinik zu Kiel aufgenommen wurde.
Anamnese:
Durch einen Holzsplitter erblindete Patient auf dem
rechten Auge. Bei einem Hauseinsturz trug er einen
Schlüsselbeinbruch und einen Bruch im Handgelenk davon.
Innere Krankheiten will Patient nie durchgemacht haben.
Im Jahre 1904 hat sich Patient aus Versehen mit der
Rückseite einer Axt auf die Innenseite des rechten Fußes
in der Metatarsalgegend getroffen und er bemerkt seit
dieser Zeit an dieser Stelle eine langsam, aber stetig zu
nehmende Geschwulst. Vor 14 Tagen, also Anfang Mai 1907,
fiel ihm ein Holzklotz auf die gleiche Stelle. Patient trug
dadurch eine leichte Quetschung davon, die jedoch bald
abheilte. Der ihn behandelnde Arzt schickte ihn aber
wegen der Geschwulst in die chirurgische Klinik.
Status praesens:
Die Untersuchung ergibt an der medialen Seite des
rechten Fußes eine der Gegend und der Länge des I. Meta
tarsalknochens entsprechende Geschwulst. Ihre Breite
beträgt ca. 5 cm (die Breite des I. Metatarsalknochens ein
gerechnet). Die Geschwulst fühlt sich knochenhart und
höckrig an, grenzt sich gegen die Umgebung genau ab
und beschränkt sich nur auf den I. Metatarsalknochen.
Die Haut ist auf der Geschwulst verschieblich. Die Be
weglichkeit im Grundgelenk der großen Zehe ist etwas
behindert. Die untere Fläche der Geschwulst wird zum

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