In Fall II, in dem die Frau kreißend eingeliefert
wurde, mußte die Geburt künstlich beendet werden, wenn
das Kind, das 42 Stunden nach dem Blasensprung in utero
abzusterben drohte, gerettet werden sollte. Auf Anlegung
der hohen Zange mußte verzichtet werden, da diese außer
halb der Klinik bereits vergeblich versucht war. Die Sectio
caesarea durfte nicht gemacht werden, da das Uterus cavum
bei dem langen Geburtsverlauf und nach den vielfachen
Untersuchungen außerhalb der Klinik nicht mehr als keim
frei angesehen werden konnte. Eine spontane Geburt war
aussichtslos bei der bestehenden Beckenverengerung. Zur
Rettung des Kindes blieb somit nur die Pubiotomie.
In Fall III war der Schambeinschnitt im voraus ge
plant, für den Fall, daß die, bei dem geringen Mißverhältnis
zwischen- Kopf und Becken noch möglich erscheinende,
spontane Geburt nicht eintreten sollte. Die Mutter, deren
erstes Kind in der Geburt abgestorben war, erhoffte jetzt
ein lebensfähiges Kind. Als 11 Stunden nach dem Blasen
sprung bei guter Wehentätigkeit, bei erweitertem Muttermund
und leidlich guter Einstellung der Kopf die Beckenenge
nicht passiert hatte, war die Spontangeburt ausicbtlos und
im Interesse des Kindes die Beendigung der Geburt durch
Pubiotomie iudiciert.
In Falt IV war die Indikation zur Pubiotomie
unter Verhältnissen gegeben, die denen in Fall III
sehr gleichen. 19 Stunden nach dem Blasensprung trat
Gefahr für das Kind ein. Um der Muttei, die zum dritten
mal gebar, aber noch kein lebendes Kind besessen hat, das
Kind zu retten, wurde die Pubiotomie unternommen.
In Fall V erforderte das Befinden der Kreißenden eine
sofortige Beendigung der Geburt. Fruchtwasser 5 7s Tage
vor der Einlieferung abgeflossen; drohende Ruptur des Uterus;
Wehenschwäche. Temp. 37,9, Puls 120. Spontane Geburt
war ausgeschlossen. Da Kaiserschnitt und Wendung nicht
mehr in Frage kamen, war die Geburt nur nach Perforation
des lebenden Kindes oder durch Pubiotomie zu beendigen.
Die Mutter hatte bereits das erste Kind sub partu verloren.

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