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heilen glatt. Das Wochenbett wird gestört durch kleine
Abscesse des Warzenhofes beider Mammae, die lucision er
forderten, dann aber glatt ausheilten.
Kind bleibt trotz guter Nahrungsaufnahme schwächlich.
12. Januar: Beckengurt ab.
18. Januar: Beckenring fest; an der Durcbsägungsstelle
leichte Delle, kein Kallus fühlbar. Portio beiderseits einge
rissen ; der 1. Riß reicht bis in das Scheidengewölbe. Para
metrien frei. Uterus gut zurückgebildet, Cervix geschlossen.
21. Januar. Wöchnerin steht auf. Gang beschwerde
frei. Inci'siou an den Brüsten verheilt. Allgemeinbefinden
sehr gut.
Kind trinkt gut, sieht aber elend aus.
Entlassung!
In Fall I haben wir ein allgemein verengtes, rachitisch-
plattes Becken, in Fall II, IV und V ist das Becken rachitisch
platt, in Fall III allgemein verengt. In Fall I haben wir
eine Conj. vera von 7 cm. also eine Verengerung III. Grades;
in den übrigen Fällen ist die Verengerung II. Grades. Nach
Dührssen 4 ) paßt die Pubiotomie für Becken mit einer
Conjugata vera von 6,5 bis y ein. Stoeckel 18 ) dagegen
hält rachitisch -platt verengte Becken mit einer Conjugata
vera von weniger als 8 cm, bei gleichzeitiger oder allein
bestehender allgemeiner Verengerung, Becken mit einer
Conjugata vera unter 5,5 cm nicht mehr für die subkutane
Pubiotomie geeignet. Reifferscheid 4 ) zieht die Grenzen
nicht so eng als Stoeckel. Er selbst und R e e h haben den
Schambeinschnitt hei einer Conjugata vera von 6,75 cm,
Seeligman n selbst bei einer Conjugata vera von
6 cm geübt.
In Fall I, in dem es sich um eine zum 4. Male Ge-
bäiende handelte, die ihre ersten beiden Kinder in der
Geburt, das dritte durch Einleitung der künstlichen Frühgeburt
entwickelte, 6 Monate nach der Geburt wieder verloren hatte,
war die Pubiotomie angezeigt, um trotz der Beckenverengerung
III. Grades, unter Umgehung des relativen Kaiserschnitts,
der Mutter zu einem lebensfähigen Kind zu verhelfen.

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