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Durchsägung wird durch Compression gestillt. Anlegung
der Zange im II. schrägen Durchmesser. Herabziehen des
Kopfes mit quer verlaufender Pfeilnaht bis auf den Becken
boden. Abnahme der Zange und erneutes Anlegen im queren
Durchmesser, nachdem sich die Pfeilnaht in den geraden
Durchmesser gedreht hat. Kopf wird leicht entwickelt.
Beim Hereinziehen des Kopfes in das Becken fühlt man das
successive Zerreißen von Weichteilen. Nach Extraction des
Kindes bleibt Uterus schlaff; anhaltend starke Blutung;
sofortige manuelle Lösung der Placenta. Nachdem dies und
die bimanuelle Compression des Uterus — Faust in cavo
uteri — wirkungslos geblieben, Tamponade des Uterus und
der Scheide mit Jodoformgaze; hierauf Dauercontraction des
Uterus und Stehen der Blutung. Links neben der Urethra
tiefer, mit der Knochenwunde cominunicierender Scheidenriß.
In der Wunde sieht man median Blase und Urethra freiliegen;
dieselben scheinen nicht verletzt zu sein. Die wenig blutende
Knochen-Scheiden wunde wird von der Scheide aus mit Jodoform
gaze tamponiert. Naht der Incisionswunden. Jodoformgaze-
Heftpflasterverband der oberen Wunde. Die untere Wunde,
mit Jodoformpulver bestreut, bleibt unverbunden.
Kind: ausgetragener, kräftiger Knabe, leichtasphyktisch,
atmet bald und kommt nach c. 5 Minuten im Bade zum Schreien.
Schädel mäßig configuriert; kleine Kopfgeschwulst in dem
hinteren Teil des rechten Scheitelbeines.
Länge 50 cm; Gewicht 3830 g. Diam. bipar. 9,7 cm;
Diana, front, occip. 11,7 cm. Diam. ment, occip. 13,2 cm,
Umfang 35,7 cm,
Wochenbett: 18. Juni. Mutter : Temp. 37,8 ; Puls 128.
Keine Schmerzen. Entfernung der Tamponade aus Uterus
und Vagina. Uterus sehr gut contrahiert. Urin durch Ka
theter entleert.
Kind: leichte Reizung des 1. Auges (Zange 1).
21. Juni. Mutter: Temp. 37,9. Nachdem bereits
gestern ein Teil, wird heute der Rest der Tamponade aus
der Scheidenwunde entfernt. L. Oberschenkel in der Gegend
der Vena femoralis etwas druckempfindlich und leicht ge
schwollen. Urin spontan,

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