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29. April. Temp. normal; Husten gebessert. Wunden
völlig verheilt. Beckengurt ab. •
13. Mai. An der Durchsägungsstelle eine dellenartige
Einsenkung von c. s /4 cm Breite zu fühlen; geringe An
deutung von Gallus. Bei Bewegung der Schenkel, desgl.
hei passiver Bewegung geringe Verschieblichkeit der Säge-
tiächen gegen einander. Die Verschieblichkeit wird etwas
größer, wenn die Wöchnerin aufsteht und abwechselnd von
einem Bein auf das andere tritt. Keine Schmerzen. Wöch
nerin heute zum erstenmale auf; Gang gut, aber Schwäche
gefühl in den Beinen.
18. Mai. Wöchnerin wird mit gutem Gehvermögen, be
schwerdefrei entlasssn. Röntgenbild vom 8./V. zeigt keine
knöcherne Vereinigung des Beckenrings. Keine Zunahme
der äußeren Beckenmaße nach der Pubiotomie.
Fall III, J.-Nr. 161. 1906. Frau M. H. II para; 29 Jahre
alt; will mit 1'/i J. laufen gelernt, niemals Rachitis gehabt
haben; oft Kopfschmerz, besonders nach der Regel.
Erster Partus am 22. Jan. 1903 in der Klinik. Forceps
aus Beckenweite; foetides Fruchtwasser; totes ausgetragenes
Mädchen; in den ersten 4 Tagen im Wochenbett erhöhte
Temperatur, 38°.
Verlauf dieser Schwangerschaft: in den ersten 3 Monaten
morgendliches Erbrechen; geringe Variceu am 1. Bein; letzte
Menstruation vom 6. -8. September 1905; erste Kindsbewe
gung am 17. Jan. 1906.
Gravida war vom 10. bis. 17. Mai 1906 in der Klinik,
da die künstliche Frühgeburt eingeleitet werden sollte. I)a
das Verhältnis zwischen Kopf und Becken eine spontane
Geburt noch möglich erscheinen läßt, eventualiter Pubiotomie
in Frage kommen soll, wird Gravida entlassen, mit der An
weisung, anfang Juni sich wieder vorzustellen.
2. Juni. Gravida stellt sich vor; gutes Allgemein
betinden ; soll wiederkommen bei Wehenbeginn, spätestens
am 12. Juni.
Aufnahme am 12. Juni,

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