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Deutlicher Coutraktionsring 3 Querfinger breit unterhalb
des Nabels von rechts unten nach links oben verlaufend.
Fundus uteri in Höhe des Rippenbogens. Frucht in
I. Schädellage. Kopf über dem Beckeneingang, fest aufstehend.
Kindliche Herztöne in der Mittellinie etwas unterhalb des
Nabels deutlich und kräftig, zuweilen unregelmäßig, 130.
Beeken : platt-rachitisch verengt. Dist.spin. 27cm,
Dist. crist. 29 cm, C. ext. 19,5 cm, 1. diag. 9,0—9,1 cm, (in
Narkose gemessen).
Tiefster Punkt des kindlichen Kopfes ca. 2 cm überder
Verbindungslinie der Spin. isch. Muttermund erweitert.
Fruchtwasser scheint zum größten Teil abgeflossen. Kopf-
knocben anscheinend configuriert, Frucht in I. hinterer
Scheitelbeineinstellung. Vorderes Scheitelbein von außen zu
fühlen, dasselbe überragt die Symphyse nur wenig. Kopf
anscheinend von mittlerer Größe. Temperatur 37,3, Puls 76.
1015 h.: mäßig starke Wehen; kindliche Herztöne un
regelmäßig verlangsamt bis auf 112. Da die kindlichen
Herztöne einem weiteren Abwarten widersprechen, wird
Pubiotomie beschlossen.
Operation wie in Fall I, in Aetherchloroformnarkose.
Bei der Durchsägung des Knochens entsteht eine starke
Blutung aus der unteren Incisionswunde, die durch Com-
pression leicht gestillt wird. Nun Anlegen der Zange im
queren Durchmesser unter Führung der halben Hand.
Hierbei klafft der Beckenspalt 3 cm. Kopf wird durch
einige Tractionen in's Becken gebracht. Darauf wird der
Forceps abgenommen und im II. schrägen Durchmesser von
neuem angelegt. Der Kopf wird mit Zange soweit ent
wickelt, bis er vom Hinterdamm aus fixiert und nach Ritgen
entwickelt werden kann; lliofi.
1130 h. beginnteine mäßig starke, kontinuierliche Blutung.
Nach leichter Expression der in der Scheide liegenden Pla-
centa — Uterus gut contrahiert — siebt man links neben
dem Orificium urethrae einen Scheidenriß, der mit der
Pubiotomiewunde communiciert. Nach Tamponade des
Scheidenrisses und seitlicher Compression des Beckens steht
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