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Druck von Poeschel & Trepte in Leipzig.
vorhanden sind, überwiegt bei dem fraglichen Zersetzungspunkte von
Oxalsäure die Konzentration der OOH'-Ionen bei weitem diejenige der
OiT-Ionen. Da die letztere die Höhe des Elektrodenpotentials bedingt,
liegt dieses im zweiten Falle niedriger als im ersten.
Ebenso wie zwischen dem bei offenem Stromkreis sich einstellen
den Potential und dem ersten, und -wie zwischen dem ersten und dem
zweiten Zersetzungspunkte, sollte der chemische Vorgang auch oberhalb
des zweiten Zersetzungspunktes ausschliesslich nach der betreffenden
Reaktionsgleichung verlaufen. Bei den bisher angestellten Versuchen
war das nicht der Pall, wahrscheinlich weil die rein katalytische Wir
kung der angewandten Elektroden infolge der anodischen Polarisation
so sehr stieg, dass die Stromstärke bei Spannungen eben oberhalb des
Zersetzungspunktes nicht ausreichte, um die katalytische Wirkung ganz
durch den elektrolytischen Vorgang zu ersetzen.
Chemisches Institut der Universität Kiel.
(Eingeliefert am 20. März 1907.)

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