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galvanischen Strom erzwingen, dadurch, dass man das Platinblech, das
als Katalysator wirkt, zur Anode einer elektrolytischen Zersetzungszelle
macht. Dann werden nämlich die OOH'- Ionen zu Wasserstoff tetroxyd
entladen und bilden durch dessen Vermittlung positive Hydroxylionen,
indem dabei Wasserstofftrioxyd, resp. Sauerstoff entsteht.
2 OOH = H 2 O i + 2 ©
H 2 0 i + H’ = H 2 0 3 + OH'.
Die positiven Hydroxylionen können nun zu dreierlei Reaktionen An
lass geben.
1. Sie können an der Oxydation der Oxalsäure mit teilnehmen, ent
weder direkt oder, was wahrscheinlicher ist, indirekt, indem sie OOH-
Ionen wegoxydieren.
HO' -f OOH' = H 2 0 3 .
Das Resultat ist in beiden Fällen das gleiche. Auf ein Äquivalent Sil
ber werden drei Äquivalente Oxalsäure und zwei Äquivalente Sauer
stoff verbraucht (entsprechend der ersten Versuchsreihe).
2. Sie können mit OH'-Ionen des Wassers Wasserstoffsuperoxyd
bilden, das dann durch neue OH -Ionen gleich zu H.,0 3 oxydiert wird.
HO'+OH’ = HOOH
HOO' \ H~ + OH = H 2 0 3 + H' .
In diesem Falle werden auf ein Äquivalent Silber zwei Äquivalente
Oxalsäure und ein Äquivalent Sauerstoff verbraucht (entsprechend der
zweiten Versuchsreihe).
3. Das bei 2. aus OH' und OH’ entstehende Wasserstoffsuperoxyd
braucht nicht dadurch verbraucht zu werden, dass es mit einem neuen
Molekül H 2 O i zwei Moleküle H 2 0 3 liefert, es kann auch auf rein elek
trolytischem Wege zerstört werden, dadurch, dass die bei seiner Disso-
ciation entstehenden OOH'-Ionen mit an der Elektrode zur Entladung
kommen. Der Beginn dieser Reaktion bedingt das Resultat oberhalb
des zweiten Zersetzungspunktes.
Für den chemischen Vorgang, welcher sich unterhalb des ersten
Zersetzungspunktes an der Elektrode abspielt, gilt die Gleichung:
I. SH 2 0 2 = 2H 2 0 3 + H 2 .
Die Reaktionen oberhalb des ersten und oberhalb des zweiten
Knickpunktes lassen sich folgendermassen formulieren:
II. 4 H 2 0 2 -f- H 2 0 = 2 H 2 0 3 -j- 2 H,,
HL H 2 0 2 + H 2 0 = H 2 0 3 + H 2 .

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