45
b. Ausgeschiedenes Silber 0-7011 g = 65-0 ccm 0-1-norm.
Oxydierte Menge Oxalsäure = 92-9 „ „ „
Sauerstoffverbrauch: 15-2 ccm von 775 mm und 11° = 26-3 „ „ „
Der Spannungsabfall an der Anode betrug etwa 0-85 Yolt.
Man bekommt die Resultate, bei welchen Sauerstoffverbrauch und
oxydierte Menge Oxalsäure zueinander in einem festen Verhältnis ste
hen, nur, wenn man weniger gut platinierte Elektroden benutzt. Bei
guter Platinierung liegt das Potential, welches sich in stromlosem Zu
stande einstellt, höher als sonst, und schon bei nur geringer Steigerung
des Anodenpotentials geben quantitative Versuche das sonst erst ober
halb des zweiten Zersetzungswertes zu erhaltende Resultat.
Die Vorstellungen, welche man sich bisher über die Vorgänge bei
der elektrolytischen Zersetzung einer wässerigen Lösung gebildet hat,
vermögen meines Erachtens nicht diese von mir gefundenen Tatsachen
zu erklären. Anders die Hypothese, welche ich kürzlich auf gestellt
habe, und durch die ich auch zu diesen Versuchen angeregt worden
bin. Wie nach ihr die erhaltenen Resultate zu deuten sind, will ich
kurz entwickeln.
An dem mit Sauerstoff beladenen Platinblech bildet sich aus Sauer
stoff und Wasser Wasserstofftrioxyd, das in OH- und OOH’- Ionen
dissociiert. Das platinierte Platin würde bei Abwesenheit von Oxal
säure das Potential 1-08 Volt annehmen, gemessen gegen Wasserstoff.
Durch die Oxalsäure wird letzteres herabgedrückt, weil sie OH -Ionen zu
ihrer Oxydation verbraucht und dadurch deren Konzentration und mit
hin auch das Potential der Elektrode erniedrigt. Auf jedes verbrauchte
OH -Ion wird ein OOH'-Ion verfügbar. Dieses kann über Wasserstoff
superoxyd oder über ein anderes Zwischenprodukt OH' bilden, wobei
die Mitwirkung der Ionen des Wassers anzunehmen ist.
HOO' + H' = HOOH
*- i
HO' + OH' = HOOH
AOH+ OOH' = OH’ + AOOH
AOH+ OH' = HT + AOOH.
Die Oxydation der Oxalsäure wird um so schneller erfolgen, je schneller
diese Umwandlung eintritt. In rein wässeriger Lösung verläuft sie nur
langsam, die Gegenwart eines Katalysators, dessen Wirkungsweise die
zweite Gleichung zeigt, worin AOH den Katalysator bedeutet, beschleu
nigt sie. Statt die Umwandlung der OOH’-Ionen in OLT-Ionen den
eben formulierten Vorgängen zu überlassen, kann man sie durch einen

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.