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fliesst das im Gefäss c angesammelte Quecksilber vermöge seiner Schwere
durch das Ventilrohr nach b zurück. Dadurch wird das andere Glas
rohr verschlossen, und derselbe Vorgang wiederholt sich. Wenn man
durch Regulieren des Glashahns a in den untern Zylinder fortwährend
langsam Luft einströmen lässt, dann herrscht hierin abwechselnd Atmo
sphärendruck und Vakuum, und man braucht ihn nur in geeigneter
Weise mit der Pumpe E zu verbinden, um diese in Betrieb zu setzen.
Als Anode benutzte ich ein ganz in die Flüssigkeit eintauchendes
platiniertes Platinblech von ungefähr 120 qcm Oberfläche. Der Span
nungsabfall an ihr wurde gegen eine Wasserstoffelektrode in 0-2-norm.
Schwefelsäure gemessen. Die Konzentration der Oxalsäure war 0-2-norm.
Der Gang der Versuche war so, dass, nachdem der Sauerstoff
kurze Zeit zirkuliert hatte, gerade so viel Elektrizität durch die Zelle
geschickt wurde, bis die elektromotorische Kraft, welche sich von selbst
an der Anode eingestellt hatte, eben anfing zu steigen. Während der
Dauer des Versuchs wurde von Zeit zu Zeit, sowohl bei geschlossenem,
als auch bei unterbrochenem Stromkreis der Spannungsabfall an der
Anode kontrolliert und, wenn es nötig war, mit Hilfe des Quetsch
hahns D, der als Regulierwiderstand diente, neu eingestellt. Die Kon
zentration der Oxalsäure wurde vor und nach jedem Versuch durch
Titration mit Permanganat ermittelt. Die Versuche gaben wechselnde,
aber jedesmal wohl definierte Werte: Entweder wurden auf je ein
Äquivalent im Voltameter ausgeschiedenen Silbers je drei Äquivalente
Oxalsäure oxydiert und je zwei Äquivalente Sauerstoff verbraucht,
oder aber es wurden auf je ein Äquivalent ausgeschiedenen Silbers je
zwei Äquivalente Oxalsäure oxydiert und je ein Äquivalent Sauerstoff
verbraucht.
Es mussten zunächst die Bedingungen aufgesucht werden, unter
denen jedes der beiden Resultate zu erhalten ist. Obgleich der Span
nungsabfall an der Anode sich immer sehr gut einstellte und bei den
verschiedenen Versuchen um höchstens drei Hundertstel Volt differierte,
musste doch mit der Möglichkeit gerechnet werden, dass ein verschie
denes Potential der Elektrode die beiden völlig verschiedenen Resultate
bedingte. Wenn das der Fall war, konnte in der Stromspannungskurve
der Punkt, an welchem die eine Reaktion der andern Platz macht,
durch einen Knick gekennzeichnet sein. Die Kurven wurden in der
selben Zelle und mit denselben Elektroden aufgenommen, die auch für
die quantitativen Versuche benutzt wurden. Als Elektrolyt diente wie
der 0-2-norm. Oxalsäure, in welche die Anode ganz eintauchte. Der
Sauerstoff wurde aus einer Bombe nach dem Waschen mit Natronlauge

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