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liehe Knallgaskette gemessenen Wert (1-08 Yolt) als feststehend an,
dann können wir daraus die elektromotorische Kraft für die dritte Re
aktion berechnen.
H 2 0 3 + H 2 = H 2 0-\- H 2 0 2 + 2.1-08.-F (Joule)
H 2 Q 2 +H 2 = 2H 2 Q +2x.F
H 2 0 3 + 2H 2 = SH 2 0 + 41-232..K
2x.F ist hiernach = (4.1-232 — 2.1-08).F = 2.1-38K 7 .
Das Entladepotential der Hydroxylionen berechnet sich also zu 1-38 Yolt.
Dieser Wert gibt auch den Knickpunkt in der Oxalsäurezersetzungs
kurve besser wieder als der abgerundete Wert 1-4 Yolt, insofern als
Böses Messungen deutlich erkennen lassen, dass dieser letzte Wert
etwas zu hoch ist.
Wenn man die erste Gleichung mit der dritten vergleicht, sieht
man, dass die Knallgaskette nur dann die berechnete elektromotorische
Kraft 1-232 Yolt geben müsste, wenn die Dissociation des Wasserstoff
superoxyds nach beiden möglichen Richtungen gleich gross wäre, wenn
es also OOH- und 0//'-Ionen in demselben Yerhältnis zu liefern ver
möchte, wie Wasserstofftrioxyd. Weil in wässeriger Lösung die Disso
ciation nach H 2 0 2 R' -\- OOH' die andere überwiegt, bekommt man
einen niedrigem Wert, nämlich 1-08 Yolt. Das Yorherrschen der Disso
ciation in dieser Richtung ist vielleicht bedingt durch die Umwandlung
von Wasserstoffsuperoxyd der Dihydroxylformel in solches mit vierwer
tigem Sauerstoff, auf deren Möglichkeit ich schon hingewiesen habe.
Das letztere kann nur im Sinne folgender Gleichung zerfallen 1 ):
00OOH' + H\
Ausser den drei bisher besprochenen Werten sind für die Wasser
zersetzung noch zwei andere von Bedeutung, nämlich das Reduktions
und das Oxydationspotential von Wasserstoffsuperoxyd. Das Reduktions
potential ist von verschiedenen Forschern 2 ) zu etwa 0-8 Yolt gefunden
worden, und das Oxydationspotential daraus, teils unter Benutzung des
auf 1-1 Yolt abgerundeten Wertes der gewöhnlichen Knallgaskette zu
1-4 Yolt 2 ), teils-'mit Benutzung des Wertes 1-232 Volt zu 1-66 Volt 3 )
berechnet worden.
*) Wasser wirkt also wie ein Katalysator, indem es bei gelöstem Sauerstoff die
Konzentration der OOiZ'-Ionen auf Kosten der OH'-Ionen vergrössert.
*) Haber, Z. f. Elektroch. 7, 444 (1900). — Luther, Zeitschr. f. physik.
Chemie 36, 394 (1901). — Bornemann, Zeitschr. f. anorg. Chemie 34, 33 (1903).
3 ) Haber, Zeitschr. f. anorg. Chemie 51, 361 (1906).

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