20
verlaufend. Ihre Versuche machen es unwahrscheinlich, dass Wasser
stoffsuperoxyd an der Platinanode, der Vernichtung durch die sekundäre
Reaktion mit dem Sauerstoff in nachweisbarer Menge entgehen sollte.
Vielleicht konnte eine Untersuchung über das Verhalten von Sauer
stoffelektroden oxydablen Stoffen gegenüber, über den Entladepunkt der
Fig. 2.
Hydroxylionen Klarheit verschaffen. Die Oxalsäure schien mir als
oxydabler Stoff wegen des eigentümlichen Verlaufs ihrer anodischen
Zersetzungskurve besonders geeignet. Bei dieser Kurve, die Bose 1 )
aufgenommen hat, beobachtet man die äusserst merkwürdige Erschei
nung, dass die Stromstärke mit steigender elektromotorischer Kraft
oberhalb des ersten Zersetzungspunkes (bei 1-0 Volt) zunächst rapide
zunimmt, bei weiterer Steigerung dann aber bedeutend wieder abnimmt
(von 14 Volt an), bis sie beim nächsten Zersetzungspunkte (1-67 Volt)
von neuem zu steigen anfängt. Die beigefügten Kurven mögen das zeigen.
Ähnliche Kurven erhielt Garrard 2 ), als er statt wie Bose die
Stromstärke, bei steigender Spannung den Widerstand bestimmte. Maxima
und Minima in der Zersetzungskurve beobachteten auch Plzak 3 ) an mit
Wasserstoff umspültem platinierten Platin in Natronlauge und Sackur 4 )
an mit Wasserstoff umspültem blanken Platin in Schwefelsäure, nur
begannen diese Kurven bei einem andern Potential (je nach den Be
dingungen zwischen 0-7 und 1 Volt) zu fallen.
>) Z. f. Elektroch. 5, 171 (1898).
ä ) Zeitschr. f. anorg. Chemie 25, 290 (1900).
s ) Zeitschr. f. anorg. Chemie 32, 385 (1902).
*) Zeitschr. f. physik. Chemie 54, 647 (1906).

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.