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katalytischer Beeinflussungen zu belegen, wie sie oben am Queck
silber ihre eingehende Besprechung gefunden haben. Dieser Befund
liefert aber nicht nur als erster eine experimentelle Parallele zwi
schen zwei Medikamenten, die nach ihrer Wirkung auf den Orga
nismus, namentlich nach ihrem Heilwert für die Lues, schon längst
als zusammengehörig erkannt sind, sondern er weist dadurch, dass
jene Parallele gerade in der Katalyse gegeben ist, mit Nachdruck
auf die Bedeutung eben dieser Wirkungsart für die Therapie hin.
Schluss.
In der vorstehenden Untersuchung ist die Bedeutung der Kata
lyse für die therapeutische Wirkung der Eisen-, Silber- und Queck
silbermedikamente gezeigt worden. Damit ist aber der Bereich, in
dem diese Art der Forschung für die Medizin Erfolge verspricht,
keineswegs erschöpfend gegeben. Denn es muss im höchsten Grade
als wahrscheinlich angesehen werden, dass auch sonst unter der
grossen Zahl der medikamentöse Verwendung findenden Stoffe sich
solche befinden, welche auf die Reaktionen des cellularen Stoffum
satzes katalytische Einflüsse auszuüben vermögen. Besonders scheint,
wie schon erwähnt, beim Jod eine derartige Annahme naheliegend
und nicht unbegründet. Es eröffnen sich hier, wie auch A 1 b u und
Neuberg in ihrer bereits zitierten Monographie des Mineralstoff
wechsels mit besonderem Nachdruck betonen, für die weitere For
schung mannigfache und aussichtsreiche Perspektiven. Alle Bestand
teile des Körpers, anorganische wie organische, verdienen, auch wenn
sie sich nur in der allergeringsten Menge vorfinden, von dem Ge
sichtspunkt der Katalyse die sorgfältigste Beachtung. Besonders
gilt dies für die in ihrer Bedeutung so wenig erforschten minerali-
sehen Bestandteile des Gewebes und der Gewebsäfte. Selbst wenn
man von etwaigen — vorläufig noch unbewiesenen spezifisch
katalytischen Einflüssen dieser Salze auf die chemischen Vorgänge
im Organismus absieht, so kommt ihnen doch insofern eine hohe
Wichtigkeit zu, als sie auf die Art des „Mediums“ der Körperreak
tionen einen bestimmenden Einfluss ausüben. Auch diese Art der

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