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samtwirkung ausmacht. Dass auch noch sonst mannigfache und
eingreifende Wirkungen durch Injektionen kleiner Mengen kolloi
daler Metalle (Silber, Gold, Platin, Palladium u. s. w.) im Organis
mus zuwege kommen, hat besonders Robin 1 ) erkannt und betont.
Dieser Autor untersuchte u. a. ihren Einfluss auf den Stoffwechsel
(er beobachtete vermehrte Stickstoff- und Hamsäureausscheidung
im Urin, Ansteigen des respiratorischen Quotienten!) und ferner
die durch die Injektion hervorgerufenen Veränderungen der Form
elemente des Blutes. Von den therapeutischen Versuchen sei be
sonders auf seine Beobachtungen über die Pneumoniebehandlung
verwiesen. Wenn auch im einzelnen diese Fragen noch wenig ge
klärt sind, und die Robin sehen Befunde ihre Gegner gefunden
haben, so glaube ich doch, es nicht unterlassen zu dürfen, die Ro
bin sehen Anschauungen, soweit sie sich auf das hier behandelte
Thema beziehen, in einigen kurzen Zitaten wiederzugeben:
„Les ferments metalliques . . . stimulent la reaction de l’orga-
nisme contre l’infection et ses produits toxiques. Leur utilite con-
siste dans l’aide qu’ils apportent aux procedes normaux de defense,
puisqu’ils superposent ä ces reactions vitales et personnelles une ac-
tivite parallele qui se traduit par une plus rapide disparition des
symptomes correlatifs de l’infection“. — „Je conclus: 1) que les
metaux divises ä l’extreme sont capables d’aetions physiologiques
considerables et hors de proportion avec la quantite du metal em-
ploye; 2) que ces metaux, agissant ä des doses que la therapeuti-
que considerait jusqu’ ä present comme inactives et inutiles, impres-
sionnant profondement des actes chimiques de la vie dont les de-
viations sont conjuguees ä de nombreux etats morbides, sont pro-
bablement destines ä prendre une place importante dans 1 arsenal
de la therapeutique fonctionelle “.
Das dritte der von mir untersuchten Metalle ist das Queck
silber. Es fragt sich, ob auch an den therapeutischen Wirkungen
dieses Metalles resp. denjenigen seiner Verbindungen katalytische
Beeinflussungen von Organreaktionen einen Anteil haben. Es ist
bekannt, dass bei diesem Medikament schon die minimalsten Gaben
eine anscheinend den ganzen Körper betreffende Wirkung auszu
üben vermögen. Selbst wenn man von den extremen Beobachtungen
1) Robin, Note sur les ferments metalliques (Bullet, general de thera
peutique 1904. 15. Dez.). — Action des ferments metalliques sur les elements
figures du sang (ibidem 1905, 8. Aug.). — Le90n d’ouverture (ibidem 1906
8. März).

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