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mit immer niedrigerem Kohlenstoffgehalt abgebaut werden,
bis sie in die entsprechenden Säuren mit einer Kette von
3 Kohlenstoffatomen umgewandelt sind. Ist dieses Oxyda
tionsprodukt Propionsäure, so geht der Abbau bis zur Bildung
von Kohlensäure und Wasser weiter. Ist das Produkt hin
gegen eine Oxy- oder Ketonsäure, dann setzt, wenigstens zum
Teil, die Oxydation auch in der dem Carboxyl entgegen
gesetzten Atomgruppe ein, sodaß zunächst die entsprechenden
zweibasischen Säuren entstehen.
Diese werden aber dann nicht weiter abgebaut, sondern
vollständig zur Harnsäuresynthese verwendet, wenn genug
geeignete stickstoffhaltige Substanz zur Verfügung steht.“
Wiener dachte sich den Weg der Harnsäurebildung
Vogelorganismus etwa so
;
NHa
1
COOH
NH-
1
-CO
1
co 4
CHOH =
I
1
CO
|
CHOH + 2HäO
i
NH.
COOH
1
NH
-CO
Harnstoff -(- Tartronsäure = Dialursäure (Diureid der
Tartronsäure).
NH-CO
I I
CO CHOH + HsN
/
NH-CO
I I
CO = CO C-NH
NH—CO HsN
NH-C—NH
Dialursäure -f- Harnstoff = Harnsäure.
\CO-f 2H*0
Die,Versuche Wieners an Hunden hatten, wie schon
gesagt, ein negatives Ergebnis. An «Menschen untersuchte
Wiener den Einfluß von Milchsäure, Malonsäure und
Dialursäure. (Tartronsäure stand ihm nicht in genügender
Menge zur Verfügung und so wählte er ihr Diureid).
W i e n er führte gleichzeitig mit der betreffenden Substanz
stets auch Harnstoff ein, um die Diurese gleichmäßiger zu
gestalten und eine Synthese der betreffenden Säure mit

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